24 April 2026, 12:29

1.000-Euro-Bonus beschlossen – doch wer bekommt ihn wirklich?

Deutsche Banknote mit einer Vogeldarstellung und der Aufschrift "Deutsche Bank und Disconto-Gefellichaft Berlin".

1.000-Euro-Bonus beschlossen – doch wer bekommt ihn wirklich?

Der Deutsche Bundestag hat einen steuerfreien Entlastungsbonus von bis zu 1.000 Euro für Arbeitnehmer beschlossen. Die Maßnahme soll die finanzielle Belastung abfedern, die durch die wirtschaftlichen Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Krieg im Iran entstanden ist. Allerdings bleibt ungewiss, inwieweit der Bonus tatsächlich ausgezahlt wird, da Arbeitgeber nicht verpflichtet sind, ihn anzubieten.

Der Beschluss des Bundestags ist Teil umfassender Bemühungen, Bürgerinnen und Bürger bei steigenden Lebenshaltungskosten zu entlasten. Der Bonus kann bis zum 30. Juni 2027 in Anspruch genommen werden, doch seine Gewährung durch privatwirtschaftliche Arbeitgeber ist freiwillig. Wirtschaftsverbände haben bereits Vorbehalte angemeldet, sodass unklar ist, wie verbreitet die Zahlung tatsächlich sein wird.

Zusätzlich zum Bonus setzen die Abgeordneten auf eine vorübergehende Senkung der Kraftstoffsteuer um 16,7 Cent pro Liter, gültig vom 1. Mai bis zum 30. Juni. Diese Entlastung wird den Staat voraussichtlich 1,6 Milliarden Euro an Steuereinnahmen kosten. Kritiker, darunter Oppositionsparteien und Umweltverbände, werfen der Regierung vor, damit Klimaziele zu untergraben.

Die Steuerbefreiung für den Bonus selbst schlägt mit bis zu 2,8 Milliarden Euro zu Buche. Um diese Kosten zu decken, plant die Bundesregierung eine Erhöhung der Tabaksteuer. Gleichzeitig haben die Länderregierungen klargestellt, dass ihre Beschäftigten keinen Anspruch auf die Zahlung haben. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) unterstützt den Bonus – allerdings nur unter der Bedingung, dass er als Zusatzleistung gewährt wird und nicht geplante Lohnerhöhungen ersetzt.

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Das Entlastungspaket kombiniert einen freiwilligen Bonus mit einer kurzfristigen Kraftstoffsteuersenkung. Sein Erfolg hängt maßgeblich davon ab, inwieweit sich Arbeitgeber beteiligen – was derzeit noch offen ist. Die Maßnahmen werden den Staatshaushalt um Milliarden belasten, die teilweise durch höhere Tabaksteuern gegenfinanziert werden sollen.

Quelle