22. Juli: Warum Pi-Näherung und Anti-Duckface an einem Tag gefeiert werden
Hans-Theo Baum22. Juli: Warum Pi-Näherung und Anti-Duckface an einem Tag gefeiert werden
22. Juli feiert zwei kurieuse Anlässe: den "Pi-Näherungstag" und den "Anti-Duckface-Tag"
Das Datum, geschrieben als 22/7, ehrt eine frühe mathematische Schätzung der Kreiszahl Pi. Gleichzeitig findet an diesem Tag ein humorvoller Protest gegen einen viralen Selfie-Trend statt – mit Tausenden Teilnehmenden in den sozialen Medien.
Der Pi-Näherungstag erinnert an den antiken griechischen Mathematiker Archimedes, der Pi als etwa 22 geteilt durch 7 berechnete – ein Bruch, der noch heute in Schulen gelehrt wird. Die numerische Schreibweise des Datums (22/7) entspricht dieser Näherung und ist damit eine skurrile Hommage an die Mathematikgeschichte.
Der Anti-Duckface-Tag hingegen nimmt einen weitverbreiteten Social-Media-Trend auf die Schippe. Der Begriff "Duckface" beschreibt eine Pose, bei der die Lippen gespitzt und die Wangen eingezogen werden – ein Ausdruck, der vor allem in Selfies von jungen Frauen auf Plattformen wie Facebook populär wurde.
Die Initiative geht auf das deutsche Comedy-Trio Y-Titty zurück, das den Tag als humorvolle Gegenbewegung ins Leben rief. Die Gruppe forderte dazu auf, auf die Pose zu verzichten, und veröffentlichte sogar eine Hymne auf YouTube. 2012 beteiligten sich rund 21.000 Nutzer:innen, indem sie ihr Profilbild mit einem Anti-Duckface-Abzeichen austauschten. Die Kampagnenwebsite antiduckface.com half dabei, die Botschaft weiter zu verbreiten.
Mittlerweile teilen sich beide Anlässe den 22. Juli als Tag der skurrilen Traditionen: Während der Pi-Näherungstag eine mathematische Errungenschaft würdigt, bleibt der Anti-Duckface-Tag eine spielerische Kritik an der Internetkultur – mit Tausenden, die Jahr für Jahr mitmachen.






