21 March 2026, 20:23

93 Jahre "Tag von Potsdam": Wie ein Händedruck die Geschichte veränderte

Ausführliche alte Karte von Potsdam, Deutschland, zeigt Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten mit Text oben und unten.

In der Garnisonkirche: Gedächtnisfeier zum 'Tag von Potsdam' - 93 Jahre "Tag von Potsdam": Wie ein Händedruck die Geschichte veränderte

Gedenkveranstaltung markiert 93. Jahrestag des "Tags von Potsdam" – ein Schlüsselmoment der deutschen Geschichte

Eine kürzliche Gedenkfeier erinnerte an den 93. Jahrestag des "Tags von Potsdam", eines entscheidenden Ereignisses in der deutschen Geschichte. Am 21. März 1933 symbolisierte dieser Tag den Übergang von der Weimarer Republik zur nationalsozialistischen Herrschaft. Sein Vermächtnis bleibt untrennbar mit der Garnisonkirche verbunden, wo sich der berühmte Händedruck zwischen Adolf Hitler und Paul von Hindenburg ereignete.

Der "Tag von Potsdam" entfaltete sich am 21. März 1933 als eine inszenierte Zeremonie von großer Tragweite. Der kurz zuvor zum Reichskanzler ernannte Adolf Hitler gab sich vor der Garnisonkirche mit Reichspräsident Paul von Hindenburg den Handschlag. Diese Szene wurde fotografisch festgehalten und entwickelte sich später zu einem mächtigen Propagandabild der Nationalsozialisten – ein Symbol für die Machtkonsolidierung des Regimes.

Die Garnisonkirche selbst wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört. Ihre Ruinen dienten bis 1968 als Kapelle, ehe die DDR-Führung die letzten Überreste sprengte. Jahrzehnte später begannen Wiederaufbauversuche, die jedoch nur zögerlich vorankamen. Bis 2026 war der Kirchturm teilweise wiedererrichtet, doch die Montage der charakteristischen Hauben (Kuppeln) verzögerte sich bis nach Ostern.

Das Projekt löste heftige Kontroversen aus. Vor allem linke Gruppen lehnen den Wiederaufbau wegen der Verbindung der Kirche zum "Tag von Potsdam" und der NS-Zeit ab. Befürworter wie der ehemalige EKD-Ratsvorsitzende Wolfgang Huber setzten sich bereits 2004 für eine Rekonstruktion ein. Sie deuteten sie als Akt der Versöhnung und des historischen Erhalts – trotz der anhaltenden Debatten.

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Die Garnisonkirche steht heute sowohl als bauliches Denkmal als auch als umstrittenes Symbol. Ihr Wiederaufbau spiegelt die anhaltenden Spannungen wider, mit denen Deutschland seine Vergangenheit aufarbeitet. Die Gedenkveranstaltung zum 93. Jahrestag unterstreicht die fortwährende Bedeutung des 21. März 1933 im nationalen Gedächtnis.

Quelle