Alabali-Radovan warnt vor Abschiebedebatten: Syrier leisten bereits Wiederaufbau-Hilfe
Harry JesselAlabali-Radovan warnt vor Abschiebedebatten: Syrier leisten bereits Wiederaufbau-Hilfe
Entwicklungsministerin Reem Alabali-Radovan kritisiert Debatten über Abschiebungen von Syrern
Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali-Radovan hat die anhaltenden Diskussionen über die Abschiebung von Syrern scharf kritisiert. Solche Debatten schüfen unnötige Verunsicherung bei den Betroffenen, argumentierte sie. Gleichzeitig betonte sie die wertvollen Beiträge, die syrische Gemeinschaften bereits für den Wiederaufbau ihres Heimatlandes geleistet hätten.
Auf einer Veranstaltung zum Jubiläum der Plattform „Neuer Aufbruch für Syrien“ wies Alabali-Radovan Forderungen zurück, Syrier müssten „endlich“ beim Wiederaufbau ihres Landes mithelfen. Viele engagierten sich bereits seit Jahren erfolgreich in Wiederaufbauprojekten, so die Ministerin. Zugleich warnte sie, dass Zwangsrückführungen das Leben der Betroffenen in Deutschland destabilisieren könnten – wo sie längst wichtige Rollen einnähmen.
An der Veranstaltung nahmen syrische Fachkräfte teil, die ihre engen Bindungen an die deutsche Gesellschaft unterstrichen. Trotz ihres Lebens im Ausland bekräftigten sie ihr anhaltendes Engagement für die Entwicklung Syriens. Alabali-Radovan kündigte an, das Know-how der Diaspora-Gemeinschaften künftig stärker in die offiziellen Entwicklungsprogramme Deutschlands einzubinden.
Die Ministerin machte deutlich, dass diese qualifizierten Menschen für beide Länder unverzichtbar seien. Ihr Wissen und ihre Erfahrungen müssten gezielter für eine langfristige Zusammenarbeit genutzt werden, so ihre Forderung.
Ihre Äußerungen unterstreichen die doppelte Bedeutung syrischer Gemeinschaften in Deutschland: Einerseits zeigen ihre Wiederaufbauprojekte bereits Wirkung, andererseits bereichern sie durch ihr Wirken die hiesige Gesellschaft. Künftige Politiken sollen diese Verbindung durch gezielte Entwicklungsinitiativen weiter stärken.






