Aschura-Marsch in Berlin: Kinder-Darstellung bei 40°C sorgt für Empörung und Verbot
Kreszentia SchachtAschura-Marsch in Berlin: Kinder-Darstellung bei 40°C sorgt für Empörung und Verbot
Eine Demonstration in Berlin anlässlich des schiitischen religiösen Festes Aschura hat für Kontroversen gesorgt. Die unter dem Titel „Aschura-Marsch“ abgehaltene Veranstaltung umfasste eine Nachstellung einer historischen Entführung, bei der Kinder in extremer Hitze aneinandergebunden wurden. Rund 600 Menschen nahmen an der Kundgebung teil, die sich mit unterdrückten Menschen weltweit solidarisch zeigen wollte.
Die Demonstration fand bei Temperaturen von bis zu 40°C statt. Da Kinder an der Nachstellung beteiligt waren, mussten mehrere Teilnehmer wegen hitzebedingter Kreislaufprobleme medizinisch versorgt werden. Die Darstellung wurde während eines Gesprächs mit den Organisatoren von der zuständigen Einsatzleitung umgehend verboten.
Der Veranstalter brach die theatralische Szene mit den Kindern nach Erlass des Verbots ab. Trotz der Kritik verlief die Demonstration insgesamt friedlich. Vor-Ort-Dolmetscher bestätigten, dass es während der Veranstaltung keine strafbaren Inhalte gab.
Berlins Innensenatorin Iris Spranger kritisierte scharf den Einsatz von Kindern bei der Nachstellung. Sie nannte dies „absolut inakzeptabel“ und eine Gefahr für das Kindeswohl. Auch das Jüdische Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus verurteilte den Marsch als islamistisch und warf einigen Teilnehmern vor, Symbole zu unterstützen, die mit islamistischem Terror in Verbindung stehen.
Die Demonstration durfte ohne die verbotene Nachstellung fortgesetzt werden. Die Behörden bestätigten, dass die Veranstaltung friedlich blieb und keine Straftaten begangen wurden. Der Vorfall hat Debatten über den Kinderschutz und die Art solcher öffentlicher Auftritte ausgelöst.
