31 May 2026, 18:22

Atomfonds-Chefin fordert radikale Rentenreform mit Aktienpflicht für alle

Kenfo-Geschäftsführer plädiert für Aktienrente

Atomfonds-Chefin fordert radikale Rentenreform mit Aktienpflicht für alle

Anja Mikus, die Chefin des deutschen staatlichen Atomfonds Kenfo, fordert eine grundlegende Wende in der Rentenreform. Sie plädiert für ein verpflichtendes aktienbasiertes Rentensystem, das alle versicherten Arbeitnehmer umfasst – selbst diejenigen mit geringen Beiträgen. Ihr Vorschlag zielt darauf ab, die öffentlichen Investitionen in Aktien zu erhöhen und die finanzielle Absicherung künftiger Rentner zu stärken.

Mikus leitet Kenfo seit 2017 und verwaltet einen staatlich gestützten Fonds mit einem Volumen von rund 26,5 Milliarden Euro. Aufgabe des Fonds ist es, die Kosten für die Lagerung radioaktiver Abfälle aus den stillgelegten deutschen Atomkraftwerken bis zum Jahr 2100 zu tragen.

Ihr Reformkonzept orientiert sich am schwedischen Staatsrentenfonds AP7, der stark in Aktien investiert. Mikus argumentiert, dass ein ähnliches System in Deutschland mehr Menschen den Zugang zu den Kapitalmärkten ermöglichen würde. Langfristig, so ihre Überzeugung, werde die öffentliche Unterstützung für ein solches Modell wachsen, sobald dessen Erfolge sichtbar werden.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der Plan sieht eine Pflichtbeteiligung vor, sodass auch Geringverdiener einbezogen werden. Mikus betont, dass dieser Ansatz ein gerechteres und nachhaltigeres Rentensystem für das Land schaffen würde.

Die vorgeschlagenen Reformen würden die Renten stärker an die Entwicklung der Aktienmärkte knüpfen. Sollte das System eingeführt werden, könnte es die Art und Weise, wie die Deutschen für den Ruhestand vorsorgen, grundlegend verändern. Mikus’ Vision baut auf langfristiges Vertrauen in Aktieninvestitionen, um die finanzielle Stabilität künftiger Generationen zu sichern.

Quelle