31 May 2026, 02:19

BAföG-Reform verschoben: Bär setzt auf KI-Chatbot und Wissenschaftszeitvertragsgesetz

Forschungsministerin Bär: BAföG-Reform am Abgrund - Arbeiten während des Studiums 'kein Problem'

BAföG-Reform verschoben: Bär setzt auf KI-Chatbot und Wissenschaftszeitvertragsgesetz

Bundesforschungsministerin Dorothee Bär kündigt Verzögerungen bei der geplanten BAföG-Reform an

Die für das Wintersemester 2026/27 vorgesehene Reform des Bundesausbildungsförderungsgesetzes (BAföG) wird sich verzögern, wie Bundesforschungsministerin Dorothee Bär mitteilte. Während die Neugestaltung der staatlichen Studienförderung auf Eis liegt, treibt sie stattdessen eine separate Reform voran: die Überarbeitung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes, das befristete Arbeitsverträge im akademischen Bereich regelt. Zudem soll noch in diesem Jahr ein KI-gestützter Chatbot eingeführt werden, der die BAföG-Antragstellung vereinfachen soll.

Die geplante BAföG-Reform, die das deutsche System der Studienförderung modernisieren sollte, steht damit vor ungewisser Zukunft. Bär räumte ein, dass Haushaltskürzungen in anderen Bereichen eine zügige Umsetzung unwahrscheinlich machen. Sie betonte, Studierende profitierten bereits von einem „hochprivilegierten System“ – mit gebührenfreiem Hochschulzugang und staatlich finanzierten Studienplätzen. Aus ihrer Sicht sei es nicht unzumutbar, neben dem Studium zu jobben, da jeder einen Eigenbeitrag zu seiner Ausbildung leisten solle.

Stattdessen konzentriert sich die Ministerin auf die Novellierung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes. Ein erster Entwurf der neuen Regelungen befindet sich bereits in der Abstimmung mit den Bundesländern und relevanten Akteuren. Ziel ist es, die Rahmenbedingungen für befristete Verträge zu verbessern und damit mehr Planungssicherheit für Forscherinnen, Forscher und Hochschulmitarbeitende zu schaffen.

Um den BAföG-Antragsprozess zu erleichtern, wird demnächst ein KI-Chatbot in das Portal bafoeg-digital integriert. Das Tool, dessen Start noch in diesem Jahr geplant ist, soll Fragen zur Förderberechtigung beantworten und Antragstellende Schritt für Schritt durch das Verfahren führen. Zudem wird es an den bestehenden BAföG-Rechner angebunden, sodass Studierende anonym und unverbindlich ihre voraussichtliche Förderung abschätzen können.

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Während die BAföG-Reform, ursprünglich für 2026 vorgesehen, aufgrund allgemeiner Haushaltszwänge ins Stocken gerät, könnte der neue KI-Chatbot noch in diesem Jahr für mehr Klarheit bei der Antragstellung sorgen. Die Reform des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes hingegen schreitet zügig voran – der Gesetzesentwurf wird bereits geprüft.

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