Bauwirtschaft zwischen Wachstum und steigenden Materialkosten im April 2026
Hans-Theo BaumBauwirtschaft zwischen Wachstum und steigenden Materialkosten im April 2026
Die Bauwirtschaft zeigt seit einigen Monaten gemischte, aber insgesamt positive Entwicklungen. Während der Wohnungsbau höhere Umsätze und mehr Neuaufträge verzeichnete, war das Wachstum in anderen Bereichen uneinheitlich. Steigende Materialkosten belasten jedoch weiterhin die Unternehmen der Branche.
Im April stieg der Umsatz im Wohnungsbau um 7,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Auch die Neuaufträge für Wohnprojekte legten deutlich zu und erhöhten sich um 8,9 Prozent. Insgesamt wuchs das Auftragsvolumen der Branche um 1,8 Prozent im Jahresvergleich.
Der Tiefbau verzeichnete das stärkste Umsatzwachstum unter den drei Hauptsegmenten des Bausektors. Die Umsätze im öffentlichen Bau stiegen im April um 5,3 Prozent, während der Gewerbe- und Industriebau mit einem Plus von 6,8 Prozent beitrug. Der Nichtwohnungsbau blieb hingegen in der Umsatzentwicklung schwächer.
Trotz der Zuwächse im April blieb der kumulierte Umsatz von Januar bis April nahezu unverändert gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig steigen die Materialkosten weiter an: Im Mai 2026 lagen die Preise für Bitumen um 31,2 Prozent höher als noch 2025.
Die Bauindustrie steht vor Chancen und Herausforderungen zugleich. Umsätze und Aufträge wachsen in zentralen Bereichen, doch die steigenden Materialpreise setzen die Rentabilität unter Druck. Die Unternehmen müssen nun Wege finden, mit den höheren Kosten umzugehen und gleichzeitig das Wachstum aufrechtzuerhalten.
