Berlin schlägt gegen organisierte Kriminalität zu: 120 illegale Spielautomaten beschlagnahmt
Gabi KranzBerlin schlägt gegen organisierte Kriminalität zu: 120 illegale Spielautomaten beschlagnahmt
Berliner Behörden beschlagnahmen 120 illegale Spielautomaten bei Großrazzia gegen organisierte Kriminalität
Bei einer großangelegten Aktion gegen die organisierte Kriminalität haben die Berliner Behörden 120 illegale Spielautomaten sichergestellt. An der Razzia am 18. März waren rund 400 Beamte beteiligt, die 74 Objekte in der gesamten Stadt durchsuchten. Solche Geräte stehen im Zusammenhang mit Geldwäsche und verursachen jährlich Millionenschäden durch entgangene Steuereinnahmen.
Die beschlagnahmten Automaten hatten den Verdächtigen Schätzungen zufolge etwa 180.000 Euro Gewinn eingebracht. Die Behörden werden nun die Einziehung der Gelder betreiben, um die Summe dauerhaft zu konfiszieren. Seit August 2023 hat Berlin auf diese Weise bereits 330.000 Euro sichergestellt. In laufenden Verfahren geht es um weitere 2 Millionen Euro, während Vermögenswerte im Wert von rund 7 Millionen Euro vorläufig beschlagnahmt wurden.
Illegale Spielautomaten bleiben ein zentrales Geschäftsfeld organisierter Krimineller. Um die Bekämpfung zu verschärfen, setzt sich Berlin für eine Änderung des Bundesrechts ein. Dem geplanten Gesetz zufolge müssten Verdächtige in bestimmten Fällen nachweisen, dass ihr Vermögen aus legalen Quellen stammt – andernfalls droht die automatische Einziehung.
Die Aktion ist Teil einer umfassenden Strategie, kriminelle Netzwerke durch die Trockenlegung ihrer Finanzquellen zu zerschlagen. Die Zusammenarbeit verschiedener Behörden wird fortgesetzt, um illegales Glücksspiel und dessen Verbindungen zur Geldwäsche gezielt zu bekämpfen.
Die beschlagnahmten Automaten und Gelder verdeutlichen das Ausmaß des illegalen Glücksspiels in der Hauptstadt. Mit schärferen Gesetzen und weiteren Razzien wollen die Behörden die finanzielle Grundlage der organisierten Kriminalität schwächen. Im Zuge der laufenden Ermittlungen sind weitere Beschlagnahmungen und rechtliche Schritte zu erwarten.






