23 May 2026, 14:22

Berliner Bildungsbündnis fordert radikale Schulreformen für mehr Gerechtigkeit und Demokratie

Koalition für ein gerechteres Schulsystem in Berlin gegründet

Berliner Bildungsbündnis fordert radikale Schulreformen für mehr Gerechtigkeit und Demokratie

Ein breites Bündnis aus Bildungsinitiativen drängt auf grundlegende Reformen an Berlins Schulen. Die Allianz „Gute Schulen für alle“ fordert mehr Demokratie, Inklusion und Gerechtigkeit im Bildungssystem. Am Donnerstag wird Jennifer Rosin, die LandesSchülerVertretung Berlins, die zentralen Forderungen vorstellen.

Das Bündnis vereint Schüler- und Elternvertretungen, das „Bündnis für schulische Inklusion“ sowie Kampagnen wie „Schule muss anders“ und „Mischt euch ein für Bildung“. Der Aufruf kommt zu einer Zeit, in der das Vertrauen in demokratische Institutionen schwindet – Schulen gelten dabei als entscheidend, um das Vertrauen junger Menschen wiederherzustellen.

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Kritiker verweisen auf drängende Missstände im aktuellen System. Janine Schott vom „Berliner Bündnis für schulische Inklusion“ weist darauf hin, dass in der Stadt noch immer rund 2.800 Kinder ohne jeden Zugang zu Bildung sind. Gleichzeitig argumentiert Lydia Puschnerus, Lehrerin und Vertreterin der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), dass übermäßige Tests das eigentliche Lernen behindern.

Auch die Landesschülervertretung (LSA) betont, dass hochwertige Bildung einen grundlegenden Wandel braucht. Schülerinnen und Schüler kämpfen zunehmend mit psychischen Belastungen, Krankheiten und Einsamkeit – Zustände, die Jennifer Rosin als inakzeptabel bezeichnet. Um ihre Forderungen zu untermauern, hat die Allianz eine konkrete Liste mit praktischen Maßnahmen erarbeitet.

Die Vorschläge zielen darauf ab, Schulen gerechter, inklusiver und demokratischer zu gestalten. Würden sie umgesetzt, könnten sie die Bildungschancen von tausenden Berliner Schülerinnen und Schülern verändern. Als nächsten Schritt will das Bündnis die Reformen in die politische Diskussion einbringen.

Quelle