Berliner Polizist wegen Betrugs vor Gericht: Falsche Beförderung und vorgetäuschte Dienstunfähigkeit
Harry JesselBerliner Polizist wegen Betrugs vor Gericht: Falsche Beförderung und vorgetäuschte Dienstunfähigkeit
Ein Berliner Polizist muss sich wegen schwerwiegender Betrugsvorwürfe verantworten. Ihm wird vorgeworfen, mit einem gefälschten Sportabzeichen eine Beförderung erschlichen und mehrfach vorgetäuscht zu haben, dienstunfähig zu sein. Der Fall landet nun vor dem Amtsgericht Tiergarten.
Im Jahr 2020 reichte der Beamte gefälschte Unterlagen ein, um seine Beförderung zu rechtfertigen. Er behauptete, das Deutsche Sportabzeichen in Gold erworben zu haben – eine Qualifikation, die er in Wahrheit nie besaß. Auf Basis dieser Täuschung wurde er befördert und erhielt eine Gehaltserhöhung.
Zudem täuschte der Polizist wiederholt Dienstunfähigkeit vor. Allein 2020 verursachten seine Falschangaben der Berliner Polizei Kosten in Höhe von etwa 7.700 Euro. Bis Mai 2026 könnte sich der finanzielle Schaden durch sein Handeln auf rund 11.600 Euro belaufen.
Die Staatsanwaltschaft hat ihn nun in drei Fällen wegen Betrugs zum Nachteil des Dienstherrn angeklagt. Sie fordert die Rückzahlung von insgesamt etwa 19.300 Euro – eine Summe, die sowohl die erschlichene Beförderung als auch die vorgetäuschten Arbeitsunfähigkeiten abdecken soll. Gegen den Beamten laufen zudem disziplinarrechtliche Verfahren der Berliner Polizei.
Der Prozess findet vor dem Amtsgericht Tiergarten statt. Bei einer Verurteilung müsste der Angeklagte möglicherweise den vollen Betrag erstatten, den die Anklage einfordert. Der Fall zeigt die finanziellen und administrativen Folgen des mutmaßlichen Fehlverhaltens auf.






