28 April 2026, 00:31

BNM fordert radikale Wende in Energie- und Verkehrspolitik für mehr Nachhaltigkeit

Liniengraph, der die erneuerbare Stromerzeugung in Zypern von 2010 bis 2022 zeigt, mit blauen und grünen Linien, die verschiedene erneuerbare Energiequellen und ihre jährlichen Erzeugungsmengen darstellen.

BNM fordert radikale Wende in Energie- und Verkehrspolitik für mehr Nachhaltigkeit

Bundesverband Neue Mobilität (BNM) fordert Reform der Energie- und Verkehrspolitik

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Der Bundesverband Neue Mobilität (BNM) hat die Bundesregierung aufgefordert, ihre Energie- und Verkehrspolitik grundlegend zu reformieren. In einer aktuellen Stellungnahme verlangte der Verband ein stärkeres Engagement für die Elektrifizierung und warnte, dass die bisherigen Maßnahmen nicht ausreichten, um eine nachhaltige Zukunft zu sichern. Zu den Vorschlägen gehören umfassende Änderungen bei Regulierung, Fördergeldern und Infrastruktur, um den Wandel zu beschleunigen.

BNM-Geschäftsführerin Anja Quast betonte, dass die Energiewende nicht nur schnelles Wachstum, sondern vor allem die richtigen Rahmenbedingungen brauche. Der Verband kritisierte insbesondere Paragraf 14a des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG), da dieser unnötige Kostenerhöhungen nach sich ziehen könnte. Stattdessen setzte sich der BNM für digitale Lösungen ein, um die Effizienz zu steigern.

Darüber hinaus forderte der Verband das Ende der Subventionen für Hybridfahrzeuge und bestand darauf, dass die Mobilitätspolitik sich ausschließlich auf rein batteriebetriebene Antriebe konzentrieren solle. Gleichzeitig sprach sich der BNM für eine dauerhafte Umweltprämie für Benzin- und Dieselautos aus. Zudem schlug der Verband ein Verbot von Verbrenner-Fahrzeugen in öffentlichen Beschaffungsprozessen vor.

Beim Thema Ladeinfrastruktur plädierte der BNM für einheitliche Preise an öffentlichen und privaten Ladestationen. Zudem sollte ein gesetzlicher Anspruch auf Lademöglichkeiten für Mieter:innen und Arbeitnehmer:innen geschaffen werden. Um dies zu unterstützen, forderte der Verband einen schnelleren Ausbau erneuerbarer Energien und Speicherkapazitäten sowie bessere Rahmenbedingungen für Solarstrom und Eigenverbrauch.

Thomas Mertens, technischer Vorstand des BNM, verwies auf die wirtschaftlichen Vorteile elektrischer Lösungen. Er argumentierte, dass der Umstieg auf Erneuerbare und E-Mobilität Deutschland vor den Schwankungen der globalen Rohstoffpreise schützen werde. Die aktuelle Energiekrise belege, dass erneuerbare Energien mehr Stabilität und langfristige Sicherheit böten, so der Verband.

Die Vorschläge des BNM zielen darauf ab, die deutschen Energie- und Verkehrssektoren durch strengere Elektrifizierungsvorgaben neu auszurichten. Die Empfehlungen umfassen Regulierung, Förderpolitik und Infrastruktur, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern. Die Initiative des Verbands spiegelt die wachsenden Sorgen um Energieunabhängigkeit und wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit wider.

Quelle