Bundeswehr will Tierversuche in der Militärforschung deutlich ausweiten
Kreszentia SchachtBundeswehr will Tierversuche in der Militärforschung deutlich ausweiten
Bundeswehr plant mehr Tierversuche in der Militärforschung
Das deutsche Verteidigungsministerium hat dem Parlament einen Bericht über den Einsatz von Tierversuchen in der militärischen Forschung vorgelegt. Demnach rechnet das Ministerium in den kommenden Jahren mit einer Zunahme solcher Experimente – begründet mit sich wandelnden Sicherheitsbedrohungen und dem Ausbau der Streitkräfte.
Wie eine Sprecherin des Ministeriums am 17. Juni 2026 bestätigte, bleiben Tierversuche weiterhin Bestandteil der Verteidigungsforschung. Die Tests dienten dem Schutz und der medizinischen Versorgung von Soldatinnen und Soldaten. Sämtliche Verfahren würden dabei den geltenden Tierschutzbestimmungen entsprechen.
Obwohl die Gesamtzahl der Tierversuche in den vergangenen Jahren rückläufig war, hat das Ministerium keine detaillierten Zahlen veröffentlicht. Ohne den konkreten Bezug zu einzelnen Verteidigungsprojekten böten reine Statistiken kaum aussagekräftige Erkenntnisse, hieß es zur Begründung.
Künftig wird jedoch mit einer häufigeren Durchführung von Tierversuchen gerechnet. Als Gründe nennt das Ministerium veränderte Bedrohungslagen, den Ausbau militärischer Fähigkeiten sowie laufende Forschungsvorhaben. Der aktuelle Bericht unterstreicht den erwarteten Anstieg der Experimente für militärische Zwecke – eine Entwicklung, die sich in die allgemeine Sicherheits- und Verteidigungspolitik einfügt. Alle Tests werden weiterhin den bestehenden Tierschutzstandards entsprechen.






