28 June 2026, 06:23

Daiichi Sankyo setzt auf Pfaffenhofen mit Milliardeinvestition trotz Branchenzweifel

Daiichi Sankyo hält an Milliardeninvestition in Bayern fest

Daiichi Sankyo setzt auf Pfaffenhofen mit Milliardeinvestition trotz Branchenzweifel

Daiichi Sankyo bekräftigt Milliardeinvestition in Pfaffenhofen

Der japanische Pharmakonzern Daiichi Sankyo hat seine Pläne für eine große Erweiterung seines Standorts in Pfaffenhofen, Bayern, erneut bestätigt. Das Unternehmen will rund eine Milliarde Euro in sein größtes Werk außerhalb Japans investieren – trotz jüngster Investitionskürzungen anderer Pharmaunternehmen in Deutschland.

Pfaffenhofen ist bereits jetzt der wichtigste Standort von Daiichi Sankyo außerhalb des Heimatmarktes. Die geplante Investition zählt zu den größten in der Unternehmensgeschichte. Ausschlaggebend für die Entscheidung seien unter anderem starke Forschungspartnerschaften, eine hochqualifizierte Belegschaft und zuverlässige Zulieferer gewesen, hieß es.

Benoit Creveau, Deutschland-Chef des Konzerns, schloss eine Unterbrechung der Ausbaupläne aus. Zwar bezeichnete er aktuelle Entwürfe zur Reform der Krankenversicherung als „enttäuschend“, betonte jedoch, dass Deutschland für die Branche nach wie vor ein zentraler Markt bleibe.

Daiichi Sankyo ist mit einem Jahresumsatz von etwa 11,5 Milliarden Euro der zweitgrößte Arzneimittelhersteller Japans. Die Entscheidung steht im Kontrast zu den Schritten von Eli Lilly und Boehringer Ingelheim, die ihre Investitionspläne in Deutschland kürzlich zurückgefahren haben.

Mit der Milliardeinvestition in Forschung und Produktion in Pfaffenhofen festigt das Unternehmen seine Präsenz in Deutschland – trotz der allgemeinen Unsicherheit in der Branche. Die Investition unterstreicht die globale Bedeutung des Standorts für Daiichi Sankyo.

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