Deutsche Industrie in der Krise: Pleiten, Jobverluste und schwache Produktion im Mai 2025
Kreszentia SchachtDeutsche Industrie in der Krise: Pleiten, Jobverluste und schwache Produktion im Mai 2025
Deutschlands Industrie steht unter wachsendem Druck, da sich die wirtschaftlichen Herausforderungen verschärfen. Im Mai 2025 stiegen die Unternehmenspleiten stark an, während Produktion und Aufträge in Schlüsselsektoren weiter zurückgehen.
Die Zahl der Firmeninsolvenzen erreichte im Mai 2025 1.518 – ein Anstieg um 57 Prozent im Vergleich zum Mai-Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019.
Im Metall- und Elektrobereich sank die Produktion im April um 2,0 Prozent gegenüber dem Durchschnitt der vorherigen drei Monate. Im Vorjahresvergleich betrug der Rückgang sogar 2,7 Prozent. Die Neuaufträge gingen im Vergleich zum März um 5,4 Prozent zurück. Die aktuelle Produktion liegt damit 15 Prozent unter dem Niveau von 2018.
Die Auslastung der Kapazitäten beträgt derzeit 79 Prozent – deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt von 85 Prozent. Auch die Beschäftigung in der Branche leidet: Im April sank die Zahl der Arbeitsplätze auf 3,746 Millionen. Allein in diesem Monat gingen 15.600 Stellen verloren – der größte monatliche Rückgang seit Juli 2020. Seit 2019 sind über 300.000 Arbeitsplätze abgebaut worden.
Doch nicht nur dieser Sektor kämpft mit Problemen: Deutschlandweit gingen die Industrieaufträge im April um 3,8 Prozent gegenüber März zurück. Im Dreimonatszeitraum von Februar bis April 2026 verringerten sie sich um 3,1 Prozent.
Die steigenden Insolvenzzahlen und sinkende Produktionsdaten unterstreichen die Schwierigkeiten der deutschen Industrie. Stellenabbau und geringere Kapazitätsauslastung deuten auf einen anhaltenden Abschwung in wichtigen Branchen hin. Die Zahlen zeigen: Sowohl Unternehmen als auch Beschäftigte müssen sich weiter auf wirtschaftliche Herausforderungen einstellen.






