09 May 2026, 22:26

Düngemittel werden 2025 teurer – warum Bio-Alternativen jetzt boomen

Alter Buchumschlag betitelt "Fertilizers Seeds Agricultural Implements 1941" mit einer Abbildung einer grünen Pflanze mit Blättern und Stielen.

Düngemittel werden 2025 teurer – warum Bio-Alternativen jetzt boomen

Gärtner müssen sich bald auf höhere Preise für synthetische Düngemittel einstellen, da globale Konflikte die Lieferketten stören. Zwar sind die Regale noch gut gefüllt, doch die Hersteller warnen vor steigenden Kosten im kommenden Jahr. Der Trend zu biologischen Alternativen hat bereits seit der Pandemie und der Energiekrise an Fahrt aufgenommen.

Compo, ein führender Hersteller von Düngemitteln und Erden, gibt an, dass mittlerweile zwei Drittel seines Sortiments biozertifiziert sind. Geschäftsführer Stephan Engster beobachtet eine klare Entwicklung: „Wenn synthetische Dünger teurer werden, greifen Gärtner vermehrt zu organischen Produkten.“ Der Biomarkt wächst zwei- bis dreimal schneller als der konventionelle Sektor.

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Die Preise für flüssige Mineraldünger, die derzeit bei etwa 12 Euro pro Liter liegen, könnten bald auf 13 oder 14 Euro steigen. Dennoch sind die meisten synthetischen Düngemittel aktuell noch verfügbar. Da die Hersteller die Rohstoffe für diese Saison bereits eingekauft hatten, verzögern sich unmittelbare Preiserhöhungen.

Das größere Problem liegt jedoch in der Logistik. Die stark gestiegenen Dieselkosten gefährden pünktliche Lieferungen in die Geschäfte – es sei denn, es werden Zusatzgebühren fällig. Engster betont, dass es zunehmend schwieriger wird, die Produkte bezahlbar und verfügbar zu halten.

Der Krieg im Iran wird voraussichtlich die Kosten für synthetische Düngemittel im Jahr 2025 weiter in die Höhe treiben. In dieser Saison könnten die Preise für Gärtner noch stabil bleiben, doch die Vorräte für das nächste Jahr dürften teurer werden. Biologische Alternativen, die ohnehin schon an Beliebtheit gewinnen, könnten für viele zur bevorzugten Wahl werden, sobald die Ausgaben steigen.

Quelle