Energiekrise bedroht ländliche Gemeinden: "Ohne Hilfe droht der Ruin"
Kreszentia SchachtEnergiekrise bedroht ländliche Gemeinden: "Ohne Hilfe droht der Ruin"
Achim Brötel, Präsident des Deutschen Landkreistags (DLT), hat gewarnt, dass die hohen Energiekosten ländliche Gemeinden an den Rand des Ruins treiben. Ohne weitere staatliche Unterstützung werde es für viele Menschen außerhalb der Städte zunehmend schwieriger, mit den stark steigenden Preisen in den kommenden Monaten zurechtzukommen, betonte er.
Brötel unterstrich die dringende Notwendigkeit von Maßnahmen und erklärte, die Energiepreise zeigten keinerlei Anzeichen für eine baldige Entspannung. Besonders hart träfen die steigenden Spritkosten die Bewohner ländlicher Regionen, die oft längere Arbeitswege hätten.
Für ihn stehe weniger die konkrete Form der Entlastung – ob ein Spritrabatt oder eine erhöhte Pendlerpauschale – im Vordergrund, sondern dass die Hilfe bei denen ankomme, die sie am dringendsten benötigten. Vor allem gelte es, eine erneute politische Auseinandersetzung innerhalb der Koalition zu vermeiden, so Brötel.
Gleiche Lebensverhältnisse in ganz Deutschland seien nur möglich, wenn diese Kostendifferenzen ausgeglichen würden, erklärte er. Brötel forderte einen klaren Plan, um Haushalte durch den Sommer und darüber hinaus zu unterstützen, und warnte, dass Verzögerungen schwerwiegende Folgen haben könnten.
Die Warnungen des DLT-Präsidenten kommen zu einem Zeitpunkt, an dem ländliche Regionen weiterhin besonders stark unter den hohen Energieausgaben leiden. Ohne gezielte Entlastungen drohten vielen Familien erhebliche finanzielle Belastungen, so Brötel. Sein Appell setzt die Regierung nun unter Zugzwang, bevor sich die Lage weiter verschärft.






