30 May 2026, 20:23

Farbanschlag auf Lebensschutzorganisation Kaleb erschüttert Chemnitz

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Farbanschlag auf Lebensschutzorganisation Kaleb erschüttert Chemnitz

Bundesgeschäftsstelle der Lebensschutzorganisation Kaleb in Chemnitz mit Farbanschlag attackiert

Am 21. Mai wurde die Bundesgeschäftsstelle der lebensschützenden Organisation Kaleb in Chemnitz mit Farbe beschmiert. Linksextremistische Täter bekannten sich zu der Tat und diffamierten die Gruppe als „rechtsextreme Fundamentalisten“. Es handelt sich bereits um den dritten Angriff auf Büros von Kaleb innerhalb von nur vier Jahren.

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Die Attacke löste breite Empörung aus – der Stadtrat verurteilte den Vorfall nahezu einstimmig. Gleichzeitig gingen Spenden und Solidaritätsbekundungen für die Organisation ein.

Kaleb wurde 1988 als Lebensschutzinitiative in der ehemaligen DDR gegründet und betreibt heute rund 30 regionale Beratungsstellen in ganz Deutschland. Der Name steht als Akronym für „Kooperative Arbeit Leben ehrfürchtig bewahren“ und verweist zugleich auf die biblische Figur Kaleb. Die Chemnitzer Dependance wird derzeit von Ernst von Heyking geleitet.

Jährlich unterstützt die Organisation schwangere Frauen mit Beratung und finanzieller Hilfe – allein rund 125.000 Euro werden als Direktzahlungen vergeben. Besonders nach dem jüngsten Angriff erfährt Kaleb verstärkte Anerkennung für sein Engagement.

Die Täter, die das Gebäude mit Farbe besprühten, bezifferten die Beseitigungskosten auf 3.000 bis 4.000 Euro. In einer Stellungnahme rechtfertigten sie ihre Tat mit dem Vorwurf, Kaleb vertrete extremistische Positionen, und kündigten weitere Angriffe an. Trotz dieser Drohung erlebt die Organisation eine Welle der Solidarität durch Unterstützer und Spender.

Der Farbanschlag stieß bei lokalen Politikern auf scharfe Kritik und unterstrich die Ablehnung politisch motivierter Gewalt. Kaleb führt seine Arbeit unterdess fort – gestärkt durch wachsende öffentliche Unterstützung und finanzielle Zuwendungen. Die Organisation bleibt ihrem Auftrag treu: bedürftigen Schwangeren beizustehen.

Quelle