24 June 2026, 20:16

FDP-Streit eskaliert: Leutheusser-Schnarrenberger greift Djir-Sarai wegen Junger Freiheit an

Ex-FDP-Justizministerin nennt JF 'No-go-Zone'

FDP-Streit eskaliert: Leutheusser-Schnarrenberger greift Djir-Sarai wegen Junger Freiheit an

In der FDP ist ein Streit über den Umgang mit rechtsextremen Medien entbrannt. Die ehemalige Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger kritisierte den Generalsekretär der Partei, Bijan Djir-Sarai, für ein Interview mit der Jungen Freiheit. Die Auseinandersetzung führte nun sogar zum Rückzug von einer parteiinternen Podiumsdiskussion.

Leutheusser-Schnarrenberger verurteilte Djir-Sarais Entscheidung, mit der Jungen Freiheit zu sprechen, öffentlich. Sie bezeichnete das Blatt als „nicht salongfähig“ und argumentierte, dass der Dialog mit dem Medium die rechtspopulistische AfD normalisieren könnte. Unterstützung erhielt sie von der FDP-nahen Politikwissenschaftlerin und früheren Staatssekretärin Sabine Döring, die aus Protest gegen die Wahl des Diskussionsforums ihre Teilnahme an einer FDP-Veranstaltung absagte.

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Djir-Sarai verteidigte das Interview und betonte, die Junge Freiheit sei zwar rechtskonservativ, aber weder unseriös noch verfassungsfeindlich. Gleichzeitig stellte er klar, dass die FDP niemals mit der AfD zusammenarbeiten werde – diese sei als Partner „völlig ungeeignet“. In einer grundsätzlichen Stellungnahme bedauerte er, dass die Gesellschaft die Fähigkeit zum konstruktiven Streit verloren habe. Dieser Rückgang der Dialogkultur berge Risiken für die Demokratie, warnte er.

Der Konflikt zeigt die Spannungen innerhalb der FDP bei der Abgrenzung zu rechtsextremen Positionen. Dörings Rückzug und Leutheusser-Schnarrenbergers Kritik deuten auf Unbehagen in Teilen der Partei hin. Djir-Sarais Haltung unterstreicht jedoch die klare Ablehnung einer Zusammenarbeit mit der AfD.

Quelle