24 May 2026, 20:28

Grüne attackieren Heizungsgesetz als "Biogas-Treppe ins Nichts" – Kritik an mangelnder Strategie

Grüne fordern Stopp des neuen Heizungsgesetzes

Grüne attackieren Heizungsgesetz als "Biogas-Treppe ins Nichts" – Kritik an mangelnder Strategie

Die klimapolitische Sprecherin der Grünen, Lisa Badum, hat das geplante Heizungsgesetz der Regierung scharf kritisiert. In einem aktuellen Interview bezeichnete sie die Vorlage als eine „Biogas-Treppe ins Nichts“ und warf den Verantwortlichen vor, einen schlecht durchdachten Plan überstürzt durchzudrücken.

Der vom Kabinett gebilligte Gesetzentwurf sieht ab Januar 2029 einen schrittweisen „Hochlauf von Biobrennstoffen“ vor. Demnach soll der Anteil klimafreundlicher Heizstoffe bis 2040 kontinuierlich steigen. Badum wirft der Regierung jedoch vor, es fehle eine klare Strategie, um diese Ziele tatsächlich zu erreichen.

Sowohl der BDEW als auch der VKU, zwei führende Verbände der Energiewirtschaft, haben die Regierung um Aufklärung gebeten. Sie fordern konkrete Angaben dazu, wie viel Biomasse-Potenzial tatsächlich verfügbar ist und wie die Versorgung ausgebaut werden soll. Die Bundesregierung selbst räumte in einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage ein, keine verlässlichen Prognosen zu künftigem Bedarf oder Angebot von Biobrennstoffen liefern zu können.

Badum ging noch weiter und nannte das Gesetz eine „Chaos-Politik“, die Mieter:innen mit hohen Kosten belasten werde. Zudem behauptete sie, die Regelung komme eher der Erdgaslobby zugute, statt echte Klimalösungen voranzutreiben.

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Das Heizungsgesetz stößt mittlerweile auf massiven Widerstand – sowohl bei Energieexpert:innen als auch bei politischen Kritiker:innen. Ohne konkrete Pläne für die Beschaffung ausreichender Mengen an grünem Gas bleibt seine Umsetzung ungewiss. Mieter:innen und Branchenverbände warten derweil auf klarere Vorgaben zu Kosten und Versorgung.

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