11 May 2026, 10:32

Grüne in Rheinland-Pfalz wählen doppelte Frauenführung für Oppositionsrolle

Zwei Frauen stehen an einem Rednerpult mit Mikrofon und angebundenem Bildschirm, halten einen Blumenstrauß, auf einer Grünen Party-Veranstaltung zur Diskussion von Umweltsicherheit.

Grüne in Rheinland-Pfalz wählen doppelte Frauenführung für Oppositionsrolle

Die Grünen in Rheinland-Pfalz haben nach der Landtagswahl im März, bei der sie 7,9 Prozent der Stimmen erreichten, neue Doppelspitzen gewählt. Mit diesem Ergebnis endete nach 15 Jahren ihre Beteiligung an der Landesregierung. Die Partei verfügt nun über zehn Sitze im neuen Landtag und will in der Opposition eine aktivere Rolle einnehmen.

Auf einem jüngst abgehaltenen Parteitag wählten die Delegierten zwei neue Co-Vorsitzende für die Grünen in Rheinland-Pfalz. Carolin Cloos aus Worms erhielt 72,28 Prozent der Stimmen, während Christin Sauer, seit 2019 Stadträtin in Mainz, auf 63,37 Prozent kam. Sauer hatte zuvor von Ende 2021 bis Anfang dieses Jahres den Vorsitz des Mainzer Grünen-Kreisverbands inne.

Die Grünen setzen traditionell auf ein paritätisches Führungsmodell, das bisher meist eine gemischte Besetzung vorsah. Diesmal wurden jedoch zwei Frauen an die Spitze gewählt. Katrin Eder, eine weitere bekannte Politikerin der Partei, übernimmt nun den Vorsitz der Grünen-Landtagsfraktion.

Während der Konferenz hob Eder das „Schwarmkraftwerk“ als eine zentrale Errungenschaft der Grünen hervor – ein Projekt, das ursprünglich jedoch von Volker Hans, einem FDP-Politiker aus Mainz, ins Leben gerufen worden war. Die Partei kündigte an, die neu gebildete große Koalition mit scharfen inhaltlichen Debatten herauszufordern. Zudem wollen die Grünen enger mit der Bevölkerung zusammenarbeiten, indem sie auf die Anliegen der Menschen eingehen und diese aufgreifen.

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Mit zehn Mandaten und einem erneuerten Führungsteam bereiten sich die Grünen darauf vor, ihre politische Agenda in der Opposition durch eine aktive Bürgerbeteiligung voranzutreiben. Im Fokus stehen dabei intensive Debatten und eine direkte Auseinandersetzung mit den Prioritäten der Wählerinnen und Wähler.

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