21 March 2026, 10:25

Heidelberg Materials profitiert von Rekordgewinn und geopolitischen Spannungen

Liniendiagramm, das die europäischen Kunststoffmärkte im Jahr 2017 veranschaulicht, mit begleitendem erklärendem Text.

Heidelberg Materials profitiert von Rekordgewinn und geopolitischen Spannungen

Heidelberg Materials verzeichnet Kursanstieg nach Netanjahus Äußerungen zu Iran

Die Aktie von Heidelberg Materials stieg um etwa 3,5 Prozent, nachdem Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu die militärischen und nuklearen Bedrohungen durch den Iran thematisiert hatte. Der Baustoffkonzern meldete zudem einen Gewinnanstieg von sechs Prozent auf den Rekordwert von 3,4 Milliarden Euro – trotz rückläufiger Absatzmengen. Gleichzeitig schließt das Unternehmen sein Zementwerk in Paderborn, wobei 53 Arbeitsplätze aufgrund der schwachen Nachfrage im deutschen Bausektor betroffen sind.

Im Geschäftsjahr 2025 verbesserte Heidelberg Materials seine finanzielle Performance: Der Gewinn aus laufender Tätigkeit kletterte auf 3,4 Milliarden Euro. Dieses Wachstum gelang trotz sinkender Umsätze, dank einer strengen Preispolitik und des Sparprogramms "Transformation Accelerator". Bislang wurden dadurch 380 Millionen Euro eingespart; bis Ende 2026 soll die Marke von einer halben Milliarde erreicht werden.

Das Unternehmen hat zudem bereits etwa die Hälfte seines Energiebedarfs für 2026 gesichert und sich so gegen schwankende Ölpreise abgesichert. Neue Beschaffungsprojekte für Energie wurden im vergangenen Jahr jedoch nicht bekannt gegeben. Stattdessen lag der Fokus auf Kosteneffizienz und finanzieller Stabilität.

Die Anlegerzuversicht wuchs nach einem Bericht der Investmentbank Morgan Stanley, der Bedenken hinsichtlich möglicher Änderungen im EU-Emissionshandelssystem (EU-ETS) relativierte. Die Analysten stuften die Heidelberg-Materials-Aktie zudem als unterbewertet ein, was den jüngsten Kursaufschwung stützte. Darüber hinaus läuft derzeit ein drittes Aktienrückkaufprogramm; eine Tranche über 400 Millionen Euro wurde bereits abgeschlossen.

Die Schließung des Zementwerks in Paderborn spiegelt die anhaltenden Herausforderungen auf dem deutschen Baumarkt wider. Von dem Schritt sind 53 Mitarbeiter betroffen, doch zu konkreten Plänen für Umschulungen oder Abfindungen äußerte sich das Unternehmen bisher nicht. Der vollständige Geschäftsbericht, der am 26. März erwartet wird, soll nähere Einblicke in Nachhaltigkeitsinvestitionen und den Fortschritt der Sparmaßnahmen geben.

Heidelberg Materials bleibt damit auf Kurs, finanzielles Wachstum mit operativen Anpassungen zu verbinden. Durch Kostensenkungen und Energiesicherungsstrategien will sich der Konzern in einem schwierigen Marktumfeld behaupten. Mit einem geopolitisch bedingten Kursplus und dem laufenden Aktienrückkauf bereitet sich das Unternehmen auf die Veröffentlichung der vollständigen Jahresergebnisse 2025 später in diesem Monat vor.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones
Quelle