07 May 2026, 14:26

Herrenknecht-Chef zerpflückt deutsche Bürokratie: "Wir steuern auf die Wand zu"

Altes Buch mit detaillierten Architekturplänen und Text zum ursprünglichen Königliche Hermwerk Berlin-Baklberg-Gebäudedesign.

Herrenknecht-Chef zerpflückt deutsche Bürokratie: "Wir steuern auf die Wand zu"

Martin Herrenknecht, Vorstandsvorsitzender des weltweit führenden Tunnelbohrunternehmens Herrenknecht AG, hat die deutsche Bürokratie scharf kritisiert. Er warnte, dass das Land wirtschaftlichen Niedergang riskiere, sollten nicht dringend Reformen umgesetzt werden. Seine Äußerungen folgen auf jahrelange Verzögerungen bei großen Infrastrukturprojekten – sowohl im Inland als auch im Ausland.

Herrenknecht, dessen Unternehmen den Markt für Tunnelvortriebsmaschinen dominiert, bezeichnete Deutschland als eine „Nation von Weicheiern mit überzogenen Ansprüchen“. Er behauptete, dass ihn der übermäßige behördliche Aufwand heute daran hindern würde, sein eigenes Unternehmen zu gründen. Das in Schwanau ansässige Unternehmen mit 5.500 Mitarbeitenden war an Schlüsselfprojekten wie dem Gotthard-Basistunnel und Stuttgart 21 beteiligt.

Ein Logistikdrehkreuz in Baden-Württemberg steckt seit dreieinhalb Jahren in der Planungsphase fest. Zum Vergleich: Ein ähnliches Projekt in Chennai, Indien, erhielt bereits nach nur drei Monaten die Genehmigung. Herrenknecht warnte, Deutschland liege „im Dornröschenschlaf gefangen“ und steuere 2023 „direkt auf die Wand zu“, falls nicht gehandelt werde.

Die Aussagen des CEO spiegeln tiefe Frustration über die zähen Genehmigungsverfahren in Deutschland wider. Die Erfahrungen seines Unternehmens mit internationalen Projekten unterstreichen die Kluft zwischen inländischen Verzögerungen und schnelleren Entscheidungsprozessen anderswo. Ohne Kurskorrektur, so Herrenknecht, könnte die Wettbewerbsfähigkeit des Landes weiter leiden.

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