21 April 2026, 06:24

Inflationsausgleichsbonus wird bis 2027 verlängert – was Arbeitnehmer jetzt wissen müssen

Alte deutsche 100-Pfennig-Banknote mit einem Porträt eines Mannes auf schwarzem Hintergrund.

Inflationsausgleichsbonus wird bis 2027 verlängert – was Arbeitnehmer jetzt wissen müssen

Die deutsche Regierungskoalition hat sich auf eine Verlängerung des steuerfreien Inflationsausgleichsbonus in Höhe von 1.000 Euro für Beschäftigte geeinigt. Ursprünglich bis 2026 geplant, kann die Auszahlung nun bis zum 30. Juni 2027 erfolgen. Die Entscheidung folgt auf Kritik von Unternehmen, die die Finanzierbarkeit und den engen Zeitrahmen bemängelt hatten.

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Der Koalitionsausschuss hatte den Bonus bereits am 12. April beschlossen: Arbeitgeber konnten ihren Mitarbeitern damit eine steuer- und sozialabgabenfreie Zahlung von 1.000 Euro gewähren. Unternehmen wandten jedoch ein, die Maßnahme sei zu kostspielig und die Frist zu knapp bemessen.

Als Reaktion passte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) die Regelungen an und machte den Bonus freiwillig. Arbeitgeber können die Prämie nun in voller Höhe, in Raten oder auch gar nicht bis 2027 auszahlen. Zudem dürfen sie die Ausgaben als Betriebsausgabe absetzen.

Um die Mindereinnahmen auszugleichen, plant die Bundesregierung eine Erhöhung der Tabaksteuer. Durch die Verlängerung des Programms sollen insgesamt 2,8 Milliarden Euro an Entlastung für Arbeitnehmer fließen.

Die überarbeitete Vereinbarung gibt Unternehmen mehr Spielraum, behält aber den steuerfreien Status des Bonus bei. Beschäftigte haben nun bis Mitte 2027 Zeit, die Zahlung zu erhalten, während der Staat die Kosten durch höhere Tabakabgaben kompensiert. Die Änderungen sollen eine Balance zwischen finanzieller Entlastung und den Belangen der Wirtschaft herstellen.

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