Innenminister fordern strengere Stadionregeln nach DFB-Pokal-Chaos
Kreszentia SchachtInnenminister fordern strengere Stadionregeln nach DFB-Pokal-Chaos
Innenministerkonferenz in Hamburg berät über Stadion-Sicherheit nach DFB-Pokal-Eklat
Nach dem jüngsten Vorfall beim DFB-Pokalfinale wird die Innenministerkonferenz in Hamburg über die Sicherheit in Fußballstadien diskutieren. Das Spiel zwischen dem FC Bayern München und dem VfB Stuttgart war wegen Pyrotechnik unterbrochen, später aber fortgesetzt worden. Am Ende gewann der FC Bayern das Finale mit 3:0.
Herbert Reul, Innenminister von Nordrhein-Westfalen, kritisierte die Entscheidung, die Partie fortzusetzen. Er hätte das Spiel lieber abgebrochen gesehen – angesichts des Verhaltens der Fans. Wie berichtet wurde, zeigte sich Reul „fassungslos“, dass Schiedsrichter Sven Jablonski die Begegnung trotz des Pyrotechnik-Einsatzes nicht abbrach.
Zudem äußerte Reul Unzufriedenheit mit den aktuellen Maßnahmen zur Verhinderung von Pyrotechnik in Stadien. Er forderte die Vereine auf, strengere Kontrollen durchzusetzen, um das absolute Verbot durchzusetzen. Das Thema Stadiongewalt und Fanproteste war bereits ein zentraler Punkt auf der vorherigen Konferenz in Bremen gewesen.
Doch bei dem Treffen in Bremen gab es keine Beschlüsse zu strittigen Fragen wie personalisierten Tickets, flächendeckenden Ausweiskontrollen, Gesichtserkennung oder KI-Überwachung. Laut einem Bericht des Spiegel fehlen im Entwurf für neue Sicherheitsmaßnahmen konkrete Schritte.
Nun soll die Hamburger Konferenz diese Probleme angehen. Die Vereine könnten unter Druck geraten, die Umsetzung bestehender Regeln zu verschärfen. Die Debatte reiht sich ein in die anhaltenden Diskussionen über Fansicherheit und Spielabsicherung im deutschen Fußball.






