Jan van Aken verlässt die Linkspartei nach historischem Umfragehoch und spektakulären Aktionen
Kreszentia SchachtJan van Aken verlässt die Linkspartei nach historischem Umfragehoch und spektakulären Aktionen
Jan van Aken tritt als Vorsitzender der Linkspartei zurück – sein Wirken war geprägt von mutigen Strategien und einem deutlichen Aufschwung in der Wählergunst. Gemeinsam mit seiner Co-Vorsitzenden Ines Schwerdtner führte er die Partei zurück in den medialen Fokus. Unter seiner Führung stiegen die Umfragewerte deutlich an, von einst nur 2–3 Prozent auf 8,8 Prozent.
Van Akens Vorgehen sorgte immer wieder für Schlagzeilen. So drohte er etwa dem Wohnungsriesen Vonovia – ein Schritt, der bundesweit Aufmerksamkeit erregte. Seine Zusammenarbeit mit Heidi Reichinnek als Spitzenkandidatenduo erweiterte zudem die Anziehungskraft der Partei und sprach sowohl ältere als auch jüngere Wähler an.
Im Februar 2025 wechselten bei der Bundestagswahl über 700.000 enttäuschte Grüne-Wähler zur Linkspartei. Van Aken stärkte zudem die Glaubwürdigkeit der Partei in der Außenpolitik, einem Bereich, in dem sie zuvor oft schwächelte. Bei seiner letzten Pressekonferenz präsentierte er eine schwarze Kiste, auf der Schwerdtner gestanden hatte – eine inszenierte Überraschung. Später gestand er Journalisten: „Wir haben euch zwei Jahre lang an der Nase herumgeführt.“
Er nahm sich Zeit, Schwerdtner für ihre herausragende Arbeit während ihrer gemeinsamen Amtszeit zu danken. Nun blickt die Partei auf ihren Parteitag in Potsdam, wo Luigi Pantisano voraussichtlich die Führung übernehmen wird.
Van Akens Rückzug markiert das Ende einer dynamischen Phase für die Linkspartei. Seine Amtszeit hinterlässt die Partei gestärkt – mit höheren Umfragewerten und einem erneuerten Profil. Der anstehende Parteitag wird über die nächsten Schritte unter neuer Führung entscheiden.






