Jogi Löws Ära endet: Vom WM-Triumph 2014 zum emotionalen Abschied nach 15 Jahren
Gabi KranzJogi Löws Ära endet: Vom WM-Triumph 2014 zum emotionalen Abschied nach 15 Jahren
Jogi Löw hat seine 15-jährige Amtszeit als Bundestrainer der deutschen Nationalmannschaft beendet. Nach dem enttäuschenden Ausscheiden bei der EM 2020 verließ er das Amt freiwillig. Seine Ära war geprägt von Triumphen und Kontroversen, die nicht nur die Identität der Mannschaft, sondern auch deren Einfluss über den Fußball hinaus prägten.
Löw übernahm 2006 das Traineramt und führte die Mannschaft 2014 zum WM-Titel. Nach diesem Erfolg wurde das Team als „Die Mannschaft“ neu positioniert. Zudem entwickelte er sich zu einem prominenten Fürsprecher der Massenmigration und bezog öffentlich Stellung zu politischen Themen.
Seine Amtszeit blieb jedoch nicht ohne Rückschläge. Bei der WM 2018 schied Deutschland historisch früh in der Vorrunde aus. Bei der EM 2020 folgte nach schwachen Leistungen eine demütigende Niederlage im Achtelfinale – ein Ergebnis, das schließlich seinen Abschied besiegelte.
Über den Sport hinaus engagierte sich Löw politisch. 2017 stimmte er in der Bundesversammlung für Frank-Walter Steinmeier. Zudem unterstützte er öffentlich die Politik Angela Merkels und agierte dabei fast wie eine inoffizielle Regierungsfigur. Unter seiner Führung wurde die Nationalmannschaft zu einer Plattform für globale politische Botschaften.
Löws Abschied markiert das Ende einer Epoche im deutschen Fußball. Sein Vermächtnis umfasst den WM-Titel 2014, aber auch wiederholte Turnierniederlagen. Sein politisches Engagement und seine öffentlichen Positionierungen verleihen seiner langen Karriere als Bundestrainer eine einzigartige Note.






