Jürgen Fox tritt als Präsident des Halleschen FC überraschend zurück
Hans-Theo BaumJürgen Fox tritt als Präsident von Halleschen FC zurück - Jürgen Fox tritt als Präsident des Halleschen FC überraschend zurück
Jürgen Fox ist mit sofortiger Wirkung als Präsident des Halleschen FC zurückgetreten. Die Entscheidung folgt auf monatelange interne Diskussionen und einen deutlichen Leistungsabfall des Vereins in den vergangenen zwei Spielzeiten. Sein Rücktritt wurde als Schritt im besten Interesse des Vereins und seiner Mitglieder dargestellt.
Fox war seit Jahren beim Halleschen FC engagiert, zunächst im Aufsichtsrat, bevor er Führungsverantwortung übernahm. Sein Abschied erfolgt nach einer turbulenten Phase, in der personelle Debatten die sportlichen Ergebnisse des Teams überlagerten.
Auf dem Platz kämpfte der Verein in der Regionalliga Nordost um den Klassenerhalt. In der Saison 2023/24 beendete man die Spielzeit auf Platz 15 und entging nur knapp dem Abstieg durch die Relegation. Im folgenden Jahr rutschte die Mannschaft auf Rang 17 ab, was den Abstieg besiegelte. Konkurrenten wie der BFC Dynamo oder die VSG Altglienicke schnitten unterdessen konsequent besser ab – Letztere gewannen die Meisterschaft in der Spielzeit 2024/25.
Abseits des Platzes stand der Verein ebenfalls vor Veränderungen. Der Vertrag von Geschäftsführer Robert Marien wurde vorzeitig zum Saisonende aufgelöst. Fox' Rücktritt erfolgte nach Gesprächen mit den verbleibenden Vorstandsmitgliedern – Andreas Muth, Oliver Kühr und Christian Brauer –, die den Verein nun bis zu Neuwahlen kommissarisch führen werden.
Der Vorstand betonte, in dieser Übergangsphase für Stabilität sorgen zu wollen.
Der Hallesche FC geht unter der interimistischen Führung des verbleibenden Vorstands in die nächste Phase. Im Fokus stehen die Konsolidierung der Vereinsstrukturen und die Vorbereitung auf ein neues Kapitel. Über die langfristige Ausrichtung des Vereins werden die anstehenden Neuwahlen entscheiden.