18 April 2026, 22:23

Kai Wegner entschuldigt sich für Berlins Stromausfall-Krisenmanagement im Januar

Gruppe von Menschen auf Flughafenboden sitzend mit einem "Berlin wegen Klimakrise abgesagt"-Schild und verstreuten Gegenständen sowie Rolltreppen im Hintergrund.

Kai Wegner entschuldigt sich für Berlins Stromausfall-Krisenmanagement im Januar

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner hat sich für sein Krisenmanagement während des mehrtägigen Stromausfalls Anfang Januar entschuldigt. Der großflächige Blackout hatte tausende Haushalte ohne Strom zurückgelassen und eine groß angelegte Notfallreaktion erfordert. Trotz seiner Verteidigung der getroffenen Maßnahmen räumte Wegner Versäumnisse in der öffentlichen Kommunikation während des Vorfalls ein.

Der Stromausfall begann an einem Dienstagmorgen. Wegner erhielt seine erste Warnmeldung um 8:07 Uhr in seiner Privatwohnung. Eine Nachricht des Innensenators bestätigte das Ausmaß der Krise. Den gesamten Tag über blieb er in seiner Wohnung – abgesehen von einer kurzen Stunde für Sport – und koordinierte von dort aus die Abstimmung mit Schlüsselbeamten.

Gegen Mittag gab der Wirtschaftssenator um 12:07 Uhr ein Update und musste eingestehen, dass der Zeitpunkt der Stromwiederherstellung noch unklar sei. Wegner sprach daraufhin um 12:45 Uhr direkt mit dem Wirtschaftssenator, um die eskalierende Lage einzuschätzen. Unterdessen veröffentlichte Stromnetz Berlin gegen 14:30 Uhr eine öffentliche Stellungnahme, in der vor möglichen Reparaturarbeiten bis Donnerstag gewarnt wurde.

Wegner unterbrach seine Teilnahme an der Ost-Ministerpräsidentenkonferenz, um vor dem Berliner Abgeordnetenhaus Stellung zu nehmen. Er betonte, eng mit Senatsmitgliedern, Bezirken, Hilfsorganisationen, Stromnetz Berlin, Polizei, Feuerwehr und der Bundeswehr zusammengearbeitet zu haben. Dank der gemeinsamen Anstrengungen konnte die Stromversorgung ganze anderthalb Tage früher als zunächst prognostiziert wiederhergestellt werden.

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In seiner Entschuldigung vor den Abgeordneten beharrte der Bürgermeister darauf, seine Pflichten erfüllt zu haben. Gleichzeitig erkannte er an, dass die Information der Öffentlichkeit während des Blackouts hinter den Erwartungen zurückgeblieben sei. Dass der Stromausfall schneller behoben wurde als erwartet, ist dem koordinierten Einsatz unter Wegners Führung zu verdanken. Seine Entschuldigung im Abgeordnetenhaus unterstrich jedoch die Notwendigkeit klarerer öffentlicher Updates in künftigen Krisen. Der Vorfall wirft Fragen auf, wie die Stadt mit großflächigen Notlagen umgeht.

Quelle