Katharina Schmid beendet nach legendärer Karriere ihr Skisprung-Kapitel
Gabi KranzKatharina Schmid beendet nach legendärer Karriere ihr Skisprung-Kapitel
Katharina Schmid beendet nach historischer Karriere ihre Laufbahn im Skispringen
Die deutsche Athletin Katharina Schmid hat sich nach einer beispiellosen Karriere vom Skispringen verabschiedet. Am Sonntag absolvierte sie in Planica ihren letzten Sprung und setzte damit den Schlusspunkt unter eine Ära. Als eine der erfolgreichsten Sportlerinnen ihrer Disziplin verlässt sie den Wettkampfsport mit sieben WM-Goldmedaillen und zwei olympischen Silbermedaillen.
Den Höhepunkt ihrer Karriere erreichte Schmid bei den Olympischen Spielen 2022 in Peking, wo das Frauen-Skispringen erstmals im Programm stand. Dort sicherte sie Deutschland mit Silber auf der Normalschanze die erste Medaille in dieser Disziplin – eine weitere Silbermedaille hatte sie bereits 2018 in Pyeongchang gewonnen. Doch auch abseits der Olympischen Spiele prägte sie den Sport: Sieben WM-Titel festigten ihren Status als Legende.
Bei ihrem letzten Wettkampf in Planica belegte Schmid den 13. Platz, während Nika Prevc den Sieg davontrug. Der Moment war von großer Emotionalität geprägt, als ihr Bruder mit der Flagge ihr letztes Anlaufsignal gab. Nach der Landung wurde sie von Teamkolleginnen, Familie und Fans umringt – ein würdiger Abschluss für eine Karriere, die den Sport für immer veränderte.
Eine besondere Ehre wurde Schmid zudem zuteil, als sie bei der Eröffnungsfeier der Winterspiele 2022 die deutsche Fahne tragen durfte. Rückblickend bezeichnete sie ihren Abschied als "wunderschön und perfekt". Künftig bleibt sie dem Skispringen verbunden: In Oberstdorf wird sie als Trainerin die nächste Generation von Athletinnen fördern.
Mit Schmid endet ein prägendes Kapitel für den deutschen Skisport. Ihre Medaillen und ihre Führungsrolle ebneten den Weg für kommende Sportlerinnen in einer Disziplin, in der Frauen erst spät olympische Anerkennung fanden. Durch ihren Wechsel in den Trainerbereich wird ihr Einfluss auf den Sport auch über die aktive Wettkampfzeit hinaus wirken.






