KI in der Politik: Wessen Worte sind das eigentlich bei Merz und Voigt?
Hans-Theo BaumKI in der Politik: Wessen Worte sind das eigentlich bei Merz und Voigt?
Zweifel an der Nutzung von KI in Reden deutscher Spitzenpolitiker sind aufgekommen. Die Regierung sieht sich mit Fragen konfrontiert, ob die Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz auf künstliche Intelligenz zurückgehen. Berichten zufolge hat zudem eine weitere CDU-Persönlichkeit KI-generierte Inhalte in offiziellen Texten verwendet.
Der stellvertretende Regierungssprecher Steffen Meyer nahm während einer Pressekonferenz zu dem Thema Stellung. Er wollte weder bestätigen noch dementieren, dass KI bei Merz’ Reden zum Einsatz kommt, und betonte: „Die Worte des Kanzlers sind die Worte des Kanzlers.“ Auf Nachfrage wiederholte Meyer seine Haltung und fügte hinzu: „Wenn der Kanzler spricht, sind es seine Worte – und die eines anderen nicht.“
Unabhängige Recherchen der Transparenzplattform Frag den Staat förderten unterdessen Hinweise auf KI-Nutzung an anderer Stelle zutage. Den Erkenntnissen zufolge hat Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) in mehreren Reden und schriftlichen Stellungnahmen auf KI-gestützte Inhalte zurückgegriffen.
Die Bundesregierung hat bisher nicht bestätigt, ob KI-Tools bei der Erarbeitung von Merz’ Reden helfen. Unabhängige Untersuchungen belegen jedoch bereits Voigts Nutzung solcher Technologien in seiner öffentlichen Kommunikation. Die Angelegenheit bleibt weiterhin Gegenstand der Prüfung durch Transparenzaktivisten.






