23 April 2026, 14:43

Kim de l'Horizons Roman feiert rauschhafte Bühnenpremiere in Berlin

Ein farbenfrohes illustriertes Zeitstrahl-Diagramm, das die Lebensphasen von Frauen von der Geburt bis ins hohe Alter darstellt, mit fetter Schrift und detaillierten Elementen.

Kim de l'Horizons Roman feiert rauschhafte Bühnenpremiere in Berlin

Bahnbrechende Bühnenadaption von Kim de l'Horizons preisgekröntem Roman feiert Premiere vor ausverkauftem Haus in Berlins Vaganten Bühne

Am Berliner Vaganten Bühne in Charlottenburg hat die mit Spannung erwartete Theaterfassung von Kim de l'Horizons gefeiertem Roman vor ausverkauftem Haus Premiere gefeiert. Das Stück begleitet Kim, eine genderfluide Protagonist:in, auf ihrer Suche nach Identität, familiärer Vergangenheit und dem Weg zur Selbstakzeptanz. Drei Schauspieler:innen – Julian Trostorf, Annemie Twardawa und Emma Zeisberger – verleihen Kims vielschichtiger Reise Leben.

Die Handlung setzt ein, als Kims Großmutter an Demenz erkrankt – ein Einschchnitt, der die Figur dazu bringt, sich auf die Spuren der Vergangenheit zu begeben. Dabei stößt Kim auf die Geschichte einer Blutbuche, die einst vom Urgroßvater gepflanzt wurde, und verfolgt die mütterliche Linie der Familie. Unter den Ästen des Baumes findet Kim einen seltenen Ort der Geborgenheit.

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Doch Kims Erkundung geht über die Erinnerung hinaus. Ablehnend gegenüber binären Zuschreibungen, begreift sie ihren Körper als grenzenlos und stürzt sich in Berlins Nachtleben und queere Sex-Szenen. Die Dating-App Grindr wird zum Werkzeug der Verbindung – aber auch zum Raum, um sich der eigenen Scham zu stellen. Kims Ziel ist klar: diese Scham in Selbstannahme zu verwandeln.

Der zugrundeliegende Roman sorgte 2022 für Furore und wurde sowohl mit dem Deutschen Buchpreis als auch dem Schweizer Buchpreis ausgezeichnet. Nun verdichtet die Bühnenfassung Kims rohe, poetische Reise zu einem 90-minütigen Erlebnis, das Vergangenheit und Gegenwart zu einer intensiven Performance verschmilzt.

Die Premiere in der Vaganten Bühne markiert einen mutigen Schritt für queeres Erzähltheater. Mit drei Schauspieler:innen, die eine fluide Identität verkörpern, stellt die Inszenierung Normen von Geschlecht und Erinnerung infrage. Das ausverkaufte Haus und der begeisterte Applaus zeigen: Das Publikum sehnt sich nach Geschichten, die Grenzen sprengen.

Quelle