30 May 2026, 22:18

Klimaproteste legen fossile Industrie im Ruhrgebiet lahm – was kommt als Nächstes?

Größter Pipeline-Hersteller besetzt

Klimaproteste legen fossile Industrie im Ruhrgebiet lahm – was kommt als Nächstes?

Klimaprotestwelle überrollt das Ruhrgebiet – Aktivisten legen fossile Infrastruktur lahm

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Im Ruhrgebiet hat eine Welle von Klimaprotesten fossile Energiestandorte ins Visier genommen. Am Freitag beteiligten sich rund 1.500 Menschen an koordinierten Aktionen und legten den Betrieb an zentralen Industrieanlagen zeitweise lahm. Trotz rechtlicher Hürden und polizeilicher Auflagen sind für Samstag weitere Demonstrationen geplant.

Die antikapitalistische Klimaallianz Ende Gelände führte die Proteste an und richtete sich vor allem gegen den Ausbau fossiler Gasinfrastruktur. In Mülheim an der Ruhr besetzten Aktivist:innen die Werksgleise von Europipe, dem größten Pipeline-Hersteller Europas. Eine weitere Gruppe störte in derselben Stadt den Schichtwechsel im Friedrich-Wilhelms-Hütte-Gießereibetrieb.

In Gelsenkirchen blockierten Demonstrant:innen das Kraftwerk Scholven, wo derzeit der Bau einer neuen Gasanlage geplant ist. Einige Aktivist:innen montierten symbolisch Solarpaneele auf dem Geländes des Kraftwerks – ein Zeichen für ihre Forderung nach erneuerbaren Alternativen. Unterdessen zogen in Hamm Protestierende mit einem Transparent in Richtung Hauptbahnhof, auf dem die Enteignung von Energiekonzernen gefordert wurde.

Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen bestätigte zwar ein polizeiliches Verbot für die geplante Kundgebung am Kraftwerk Gersteinwerk am Samstag. Die Organisator:innen legten jedoch Berufung ein und wollen die Aktion dennoch durchführen – möglicherweise mit einer verlegten Auftaktkundgebung in der Nähe von Hamm. Unterstützung erhalten die Proteste von Umweltverbänden und prominenten Persönlichkeiten wie Greta Thunberg. Für Samstag werden tausende weitere Teilnehmende erwartet.

Die Demonstrationen haben bereits zu erheblichen Störungen an wichtigen Industriestandorten geführt. Trotz juristischer Rückschläge zeigen sich die Aktivist:innen entschlossen, ihre Kritik an der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen voranzutreiben. Die Behörden bereiten sich unterdessen auf größere Menschenmengen vor, während die Proteste an diesem Wochenende an Fahrt aufnehmen.

Quelle