24 May 2026, 08:22

Koblenz kämpft um Millionen: Warum die Berufsschul-Zuschüsse seit Jahren zu niedrig sind

Stadtpersonalamt untersucht: Haben Mitarbeiter der Stadt Koblenz Millionen an Schaden verursacht?

Koblenz kämpft um Millionen: Warum die Berufsschul-Zuschüsse seit Jahren zu niedrig sind

Koblenz leidet seit Jahren unter finanzieller Belastung durch veraltete Zuschüsse der Nachbarkreise für Berufsschüler

Eine aktuelle Untersuchung zeigt, dass die Zahlungen der umliegenden Landkreise für Teilzeit-Berufsschüler in Koblenz seit Jahren nicht mit den steigenden Kosten Schritt gehalten haben. Dadurch ist der Stadt seit 2014 ein Verlust von über 5 Millionen Euro entstanden. Nun fordern Verantwortliche Reformen und prüfen, ob eine finanzielle Entschädigung möglich ist.

Derzeit zahlen die angrenzenden Landkreise lediglich 190 Euro pro Jahr für jeden auswärtigen Berufsschüler in Teilzeit, der eine Schule in Koblenz besucht. Die tatsächlichen Kosten pro Schüler belaufen sich jedoch auf 406,80 Euro – eine erhebliche Deckungslücke. Bei 1.932 Schülern aus dem Umland entsteht Koblenz so ein jährliches Minus von über 400.000 Euro.

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Der Rechnungsprüfungsausschuss hat nun Aufklärung gefordert, warum die Zuschüsse trotz steigender Ausgaben nie angepasst wurden. Eine Untersuchung klärt derzeit, ob das Versäumnis der Stadt vermeidbare finanzielle Schäden verursacht hat. Zudem wird geprüft, ob eine Berufshaftpflichtversicherung einen Teil der Verluste abdecken könnte.

Nachbesserungen und künftige Anpassungen geplant Um die Situation zu entschärfen, wird Koblenz die Kreisumlagen rückwirkend ab Januar dieses Jahres auf 300 Euro pro Schüler erhöhen. Ab 2028 steigt der Beitrag dann auf 400 Euro. Künftige Anpassungen sollen regelmäßig an die Kostenentwicklung der Berufsschulen geknüpft werden. Betroffen sind die Landkreise Ahrweiler, Altenkirchen, Bad Kreuznach, Cochem-Zell, Mayen-Koblenz, Neuwied, Rhein-Hunsrück, Rhein-Lahn und Westerwald.

Mit der neuen Finanzierungsstruktur soll die Kluft zwischen tatsächlichen Kosten und Kreiszahlungen geschlossen werden. Die rückwirkende Erhöhung und künftige Überprüfungen sollen weitere Verluste verhindern. Gleichzeitig läuft die Untersuchung weiter, um zu klären, ob frühere Finanzfehlsteuerungen noch korrigiert werden können.

Quelle