Lada verlässt Deutschland nach 30 Jahren – das Ende einer Ära
Lada Deutschland GmbH stellt nach Jahrzehnten auf dem deutschen Automarkt endgültig den Betrieb ein
Das Unternehmen, das in den 1990er-Jahren noch eine Schlüsselrolle beim Markteintritt von Kia in Europa spielte, kämpfte in den letzten Jahren mit einbrechenden Verkaufszahlen und regulatorischen Hürden. Die endgültige Schließung folgt auf einen gescheiterten Versuch, den Fokus von russischen Fahrzeugen auf chinesische Marken zu verlagern.
Der Niedergang begann 2019, als AvtoVAZ, die Muttergesellschaft von Lada, die offiziellen Lieferungen in die EU einstellte. Russische Autos erfüllten nicht mehr die Abgasnorm Euro 6d-TEMP, und eine Nachrüstung der Motoren erwies sich als zu kostspielig. Die Verkäufe in Deutschland waren zu diesem Zeitpunkt bereits auf nur noch wenige Dutzend Fahrzeuge pro Jahr gesunken.
Nach 2019 versuchte Lada Deutschland, sich mit dem Verkauf des Geländewagens Niva über Wasser zu halten. Doch 2022 traf das Unternehmen ein weiterer Rückschlag: Sanktionen und logistische Probleme unterbrachen die Lieferketten für Fahrzeuge und Ersatzteile aus Russland. Daraufhin versuchte das Unternehmen einen Strategiewechsel und bot chinesische Marken wie JAC Motors und Dayun an. Trotz dieser Bemühungen musste die Firma schließlich Insolvenz anmelden.
Nun laufen die letzten Schritte der Abwicklung – damit endet nach mehr als 30 Jahren die Präsenz von Lada in Deutschland. Mit der Schließung gibt es keine offiziellen Lada-Händler oder Kundendienststellen mehr im Land. Strengere Abgasvorschriften, Sanktionen und nachlassende Nachfrage haben zum Zusammenbruch des Unternehmens beigetragen. Ehemalige Kunden müssen sich Ersatzteile und Wartungsdienstleistungen künftig über alternative Wege beschaffen.






