14 March 2026, 00:27

Lamin Leroy Gibbas Black Fruits revolutioniert das deutsche Fernsehen

Schwarzes und weißes Porträt von Johann Wilhelm Klein, Direktor des Instituts für Blinde in Wien, der einen weißen Hemd und einen ernsten Gesichtsausdruck trägt, mit deutschem Text unten.

Du hast keine Rollen für Schwarze Menschen? Dann 'Auf Wiedersehen, Deutschland!' - Lamin Leroy Gibbas Black Fruits revolutioniert das deutsche Fernsehen

Lamin Leroy Gibba hat mit Black Fruits eine mutige neue ARD-Serie geschaffen, für die er nicht nur das Drehbuch schrieb, sondern auch die Hauptrolle übernahm. Die Serie begleitet Lalo, einen schwarzen, schwulen Mann, der sich durch den Alltag in Hamburg kämpft, und wurde nun für den renommierten Grimme-Preis nominiert. Zudem erhält Gibba für seine Arbeit an dem Projekt den Bayerischen Fernsehpreis – den sogenannten Blauen Panther.

Die Serie ist zutiefst persönlich. Gibba spielt selbst die Hauptfigur und greift dabei auf eigene Erfahrungen mit Diskriminierung zurück. Gleichzeitig will er mit Black Fruits Klischees auf dem Bildschirm herausfordern und brechen.

Gibba wurde in Münster geboren und wuchs als ältestes von sechs Geschwistern in Hamburg auf. Schon früh erlebte er in Deutschland Vorurteile, dachte sogar zeitweise darüber nach, das Land zu verlassen. Sein Weg führte ihn schließlich nach New York, wo er an der New School Schauspiel studierte. Dort begegnete er schwarzen und queeren Vorbildern, die ihn inspirierten, seine eigene Geschichte zu erzählen.

Mit der Idee zu Black Fruits kehrte er nach Deutschland zurück – ein Projekt, für das er hart kämpfen musste. Viele zweifelten an seinem Potenzial, doch Gibba blieb überzeugt von seiner Bedeutung. Er schrieb sich selbst in die Rolle des Lalo hinein, einer komplexen Figur, die weder rein sympathisch noch ein klassischer Held ist. Stattdessen ist Lalo ein Abbrecher, der sich im Alltag mit Rassismus, Sexismus und Homophobie auseinandersetzt.

Um die Authentizität der Erzählweise zu wahren, sorgte Gibba dafür, dass das Produktionsteam hinter der Kamera größtenteils aus queeren Menschen und People of Color bestand. Ihre Mitwirkung garantierte, dass die Serie eine Innensicht widerspiegelt und den gezeigten Erfahrungen gerecht wird.

Mittlerweile hat Black Fruits Anerkennung gefunden: Die Nominierung für den Grimme-Preis und die Auszeichnung mit dem Bayerischen Fernsehpreis unterstreichen, dass die Serie einen wichtigen Beitrag zum deutschen Fernsehen leistet.

Gibbas Vision erreicht damit ein breiteres Publikum und rückt Geschichten in den Fokus, die im Mainstream selten zu sehen sind. Mit den Nominierungen und Preisen wird Black Fruits zu einem Beweis für seinen Durchhaltewillen und seinen künstlerischen Ehrgeiz. Gleichzeitig ebnet der Erfolg der Serie den Weg für mehr Vielfalt im deutschen Fernsehen.

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