14 March 2026, 18:28

Legendäres Münchner Kneipen-Kunstwerk Schwabinger 7 kehrt nach Bruckmühl zurück

Ein prächtiger Raum im Kunsthistorischen Museum in München, Deutschland, mit einer Statue links, einem Teppichboden, Fotorahmen an den Wänden, einer Glasdecke mit Lichtern und Türen im Hintergrund.

Legendäres Münchner Kneipen-Kunstwerk Schwabinger 7 kehrt nach Bruckmühl zurück

Ein Stück Münchner Nachtlebensgeschichte kehrt diese Woche in Bruckmühl zurück. Das Kunstwerk Schwabinger 7 des Künstlers Rupert Dorrer wird am Montag um 11 Uhr vom Bürgermeister der Stadt, Richard Richter, offiziell enthüllt. Das Gemälde schmückte einst die Wände der legendären Kneipe Schwabinger 7, bevor diese abgerissen wurde.

Das Schwabinger 7 war einst Münchens berühmteste Bar – bekannt für seine lebendige Atmosphäre und treue Stammgäste. Als das Gebäude abgerissen wurde, bewahrte der Künstler Rupert Dorrer die Erinnerung daran, indem er ein Stück der Wand in ein Mixed-Media-Kunstwerk verwandelte. Mit einer Breite von 140 cm und einer Höhe von 72 cm symbolisiert das Werk die Vergänglichkeit städtischer Räume und steht im Kontrast zu dauerhaften sozialen Treffpunkten wie dem Stammtisch im Grünes Eck in der nahegelegenen Marktstraße.

Das Kunstwerk wurde später versteigert und fand vorübergehend eine Heimat im Denn's Biomarkt, der heute an der Stelle des ehemaligen Schwabinger 7 steht. Dorrer hat es seitdem als Dauerleihgabe für eine Galerie in Bruckmühl gesichert und so seinen Erhalt für die Öffentlichkeit gewährleistet.

Unterdessen entwickelt sich das Viertel um die Feilitzschstraße 7 weiter. Während Details zur ursprünglichen Nutzung des Gebäudes unklar bleiben, gehört zu den jüngsten Veränderungen die Ansiedlung der Berliner Burgerkette Burgermeister. Das Unternehmen, beraten von CITYJUNG Real Estate, hat im Rahmen seiner bundesweiten Expansion Räumlichkeiten in der Gegend angemietet.

Die Enthüllung des Schwabinger 7 markiert einen neuen Abschnitt für das Kunstwerk – vom Abriss einer Münchner Kneipe hin zu einer Galerie in Bruckmühl. Die Veranstaltung lenkt auch den Blick auf die anhaltenden Veränderungen im Viertel Feilitzschstraße, wo neue Betriebe wie Burgermeister das lokale Bild prägen. Durch die Ausstellung des Gemäldes bleibt ein Stück Schwabinger Vergangenheit auch mitten im Wandel des Stadtteils sichtbar.

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