02 May 2026, 10:26

Lerchek polarisiert: Krebsdiagnose und Kosmetikmarke – Mut oder Marketing?

Hellbunter Plakatentwurf für das National Cancer Institute mit blauem Hintergrund, fetter weißer Schrift und kreisförmiger Anordnung von lächelnden, verschiedenen Menschenbildern um den Text.

Lerchek polarisiert: Krebsdiagnose und Kosmetikmarke – Mut oder Marketing?

Bloggern offenbart man selten so offen persönliche Kämpfe – doch Valeria Tschekalina, bekannt als Lerchek, geht einen anderen Weg. Nach der Bekanntgabe ihrer Krebsdiagnose im Spätstadium setzte sie ihre Posts über ihren Gesundheitszustand fort und startete gleichzeitig eine neue Kosmetikmarke. Dieser Schritt löste unter ihren Followern eine kontroverse Diskussion aus, mit Reaktionen von Unterstützung bis hin zu Skepsis.

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Tschekalina gab ihre fortgeschrittene Krebserkrankung in emotionalen Videos bekannt, in denen sie zugleich ihre Pflegelinie Eyya Skin bewarb. Während einige Fans ihre Widerstandskraft bewunderten, fragten sich andere, ob sie ihre Krankheit für Aufmerksamkeit instrumentalisiert. Manche warfen ihr sogar vor, ihr Content wirke „zu sehr auf Mitleid bedacht“.

Der Produzent Gera Iwatschenko sieht in Tschekalinas Strategie eine Anlehnung an globale PR-Taktiken – ähnlich wie bei der Familie Kardashian. Iwatschenko betont, dass eine solche Offenheit in Russland ungewöhnlich ist, wo Schwerstkranke sich meist aus der Öffentlichkeit zurückziehen. Gleichzeitig warnt er, dass eine übermäßige Transparenz ein Publikum verunsichern könnte, das damit nicht vertraut ist.

Iwatschenko vermutet, dass Tschekalinas öffentlicher Kampf auch dem Wunsch geschuldet sein könnte, die Zukunft ihrer Kinder abzusichern. Ob beabsichtigt oder nicht – ihre Mischung aus Verletzlichkeit und Selbstvermarktung spaltet die Meinungen.

Ihre Entscheidung, persönliche Schicksalsschläge mit geschäftlichen Interessen zu verknüpfen, teilt ihr Publikum. Die einen stehen hinter ihr und sehen Mut in ihrer Ehrlichkeit, die anderen bleiben kritisch. Die Debatte zeigt, wie ungewöhnlich ihr Ansatz im russischen Medienraum noch immer ist.

Quelle