23 March 2026, 06:24

Lothar Matthäus bereut bis heute seinen gescheiterten Wechsel zu Real Madrid

Schwarzes und weißes Logo des Real Madrid Football Club mit einem weißen Anker in einem schwarzen Kreis mit weißer Umrandung und dem Text 'Real Madrid' darunter.

Lothar Matthäus bereut bis heute seinen gescheiterten Wechsel zu Real Madrid

Lothar Matthäus stand 1991 kurz vor einem Wechsel zu Real Madrid – doch der Deal platzte in letzter Minute. Die deutsche Fußballlegende gab später zu, den verpassten Wechsel bis heute zu bereuen und bezeichnete ihn als einen prägenden Moment seiner Karriere. Damals lagen die Ablösesummen weit unter den heutigen Beträgen, und strenge Vertragsregeln machten Transfers deutlich schwieriger.

1991 stand Matthäus noch bei Inter Mailand unter Vertrag, als Real Madrid ein Angebot über 18 Millionen D-Mark vorlegte. Die spanischen Topklub-Verantwortlichen sahen in ihm einen Schlüsselspieler, doch Inter-Präsident Ernesto Pellegrini lehnte den Verkauf ab. Pellegrini verglich Matthäus damals mit einem "Picasso" – zu wertvoll, um ihn ziehen zu lassen.

Doch es gab noch ein weiteres Hindernis: Bayern München und Real Madrid gerieten in Streit um den chilenischen Stürmer Iván Zamorano. Der Konflikt erschwerte die Verhandlungen zusätzlich, und Matthäus blieb schließlich ohne Wechsel hängen. Ohne Einigung kehrte er 1992 nach dem gescheiterten Transfer zu Bayern München zurück.

Matthäus' Karriere war zwar von Titeln geprägt, doch der Triumph in der Champions League blieb ihm zeitlebens verwehrt. Zweimal verlor er mit Bayern das Finale – 1987 und noch einmal 1999. Der verpasste Wechsel zu Real Madrid schmerzte ihn besonders, da der Klub in den folgenden Jahren die europäische Fußballbühne dominierte.

Damals funktionierte der Transfermarkt noch nach völlig anderen Regeln. Vor dem Bosman-Urteil von 1995 waren Spieler stark an ihre Vereine gebunden, und die Ablösesummen fielen im Vergleich zu heute bescheiden aus. Top-Transfers der frühen 1990er-Jahre – wie Jean-Pierre Papins Wechsel für sechs Millionen Euro nach Marseille oder Ruud Gullits Transfer für 7,5 Millionen Euro zu Sampdoria – wirken neben den heutigen Ausgaben geradezu lächerlich. Heute erzielen Stars wie Kylian Mbappé Ablösen von über 100 Millionen Euro, und die weltweiten Transferausgaben übersteigen jährlich die Marke von zehn Milliarden Euro.

Der gescheiterte Wechsel hinterließ bei Matthäus tiefe Spuren. Später sagte er dazu: "Das wäre es gewesen!" Seine Karriere war zwar von großen Erfolgen geprägt, doch der Champions-League-Titel – besonders mit Real Madrid – blieb ihm versagt. Die Episode zeigt auch, wie sehr sich die finanzielle Landschaft des Fußballs seit der Zeit vor dem Bosman-Urteil verändert hat.

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