Lübecker Polizei warnt vor Fahrraddiebstählen und bietet Codierungen an
Gabi KranzLübecker Polizei warnt vor Fahrraddiebstählen und bietet Codierungen an
Zu Beginn der Fahrradsaison warnt die Lübecker Polizei vor Diebstählen
Mit Start der Fahrradsaison ruft die Polizei Lübeck die Bürger auf, ihre Räder besser vor Diebstahl zu schützen. Der Appell folgt auf eine besorgniserregende Bilanz: Allein im Jahr 2025 wurden in Lübeck 852 Fahrräder gestohlen, im Kreis Ostholstein waren es 469. Die Aufklärungsquote bleibt jedoch gering – in beiden Regionen wurden weniger als zehn Prozent der Fälle gelöst.
Um Diebstählen vorzubeugen, bietet die Polizei im Mai 2026 kostenpflichtige Fahrradcodierungen an. Dabei werden Fahrräder, E-Scooter, Kinderwagen und Rollatoren mit individuellen Kennzeichen versehen, um Diebe abzuschrecken und die Wiederbeschaffung im Falle eines Diebstahls zu erleichtern.
Zwei Termine stehen fest: - 8. Mai 2026 am Polizeirevier Eichholz - 30. Mai 2026 am Polizeirevier Travemünde
Teilnehmer müssen einen gültigen Personalausweis sowie einen Eigentumsnachweis (z. B. Kaufbeleg oder Registrierungsdokument) mitbringen. Die Codierung kostet 18 Euro pro Gegenstand, bei E-Bikes mit Akku 28 Euro. Zudem empfiehlt die Polizei, GPS-Tracker anzubringen oder zusätzliche Markierungen vorzunehmen, um gestohlene Räder leichter orten zu können.
Weitere Schutzmaßnahmen: - Hochwertige Schlösser nutzen: Massive Bügel-, Stahlketten- oder Panzerkabelschlösser erschweren Dieben die Arbeit deutlich. - Fahrradpass anlegen: Darin sollten Rahmennummer, Hersteller, Modell, ein Foto sowie der Kaufbeleg dokumentiert werden. Diese Angaben unterstützen die Ermittlungen im Diebstahlsfall.
Trotz aller Vorsorge bleibt die Wiederbeschaffung gestohlener Fahrräder schwierig. 2025 wurde in Lübeck und Ostholstein weniger als jedes zehnte gestohlene Rad an seinen Besitzer zurückgegeben.
Die anstehenden Codierungsaktionen sollen die Sicherheit vor allem in den sommerlichen Hauptdiebstahlsmonaten erhöhen. Angesichts der anhaltend hohen Fallzahlen und niedrigen Aufklärungsquote betont die Polizei: Vorbeugung ist entscheidend. Richtiges Abschließen, individuelle Kennzeichnung und lückenlose Unterlagen können helfen, wertvolles Eigentum zu schützen.






