07 May 2026, 00:25

Lufthansa trotzt Spritkosten und hält an ambitionierter Gewinnprognose fest

Ein Lufthansa Cargo Boeing 777-300ER im Flug, mit ausgefahrenen Flügeln und aktivierten Triebwerken, mit sichtbarem Text auf der Rumpfseite gegen einen wolkengefüllten Himmel.

Lufthansa trotzt Spritkosten und hält an ambitionierter Gewinnprognose fest

Lufthansa hält trotz steigender Spritkosten und operativer Herausforderungen an der Gewinnprognose für 2026 fest. Die Airline meldete für das erste Quartal ein geringeres als erwartet ausgefallenes Minus, woraufhin die Aktie um 8 Prozent stieg. Doch anhaltende Probleme bei der Treibstoffversorgung und geopolitische Spannungen belasten weiterhin den Flugplan und die finanziellen Ziele des Konzerns.

Die Ergebnisse für das erste Quartal wiesen einen bereinigten operativen Verlust von 612 Millionen Euro aus – eine Verbesserung gegenüber den von Analysten prognostizierten 659 Millionen Euro. Der Umsatz stieg um 8 Prozent auf 8,7 Milliarden Euro, verblieb damit aber unter der Schätzung von 9,3 Milliarden Euro. Die Anleger reagierten positiv: Nach der Bekanntgabe kletterte der Lufthansa-Kurs um mehr als 8 Prozent.

Allein in diesem Jahr sind die Spritkosten bereits um 1,7 Milliarden Euro gestiegen, vor allem wegen des Konflikts im Iran, der die Lieferketten durcheinanderbringt. Um die Risiken einzudämmen, hat die Airline 20.000 Flüge aus dem Sommerflugplan gestrichen und arbeitet an Notfallplänen für Langstreckenverbindungen nach Asien und Afrika. Trotz dieser Belastungen erwartet Lufthansa für 2026 weiterhin einen bereinigten operativen Gewinn, der die 1,96 Milliarden Euro aus dem Jahr 2025 übertreffen soll.

Für das Gesamtjahr geht die Airline in ihrer Prognose davon aus, dass es keine weiteren Streiks oder Treibstoffengpässe geben wird. Die Unternehmensführung bestätigte zudem ein langfristiges Ziel: eine Gewinnmarge von 8 bis 10 Prozent zwischen 2028 und 2030. Doch diese Aussichten hängen entscheidend davon ab, dass sich die Treibstoffversorgung stabilisiert und weitere Störungen ausbleiben.

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Die Quartalszahlen von Lufthansa übertrafen die Erwartungen und mildern damit die Sorgen vor steigenden Kosten und operativen Rückschlägen. Der Kursanstieg spiegelt das Vertrauen der Investoren wider, dass das Unternehmen die aktuellen Herausforderungen meistern kann. Dennoch bleiben die finanziellen und planerischen Ziele des Konzerns in den kommenden Monaten von der Vermeidung weiterer Treibstoffknappheit oder Arbeitskonflikte abhängig.

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