Mainz startet Millionenprojekt: Neue Pipeline unterquert den Rhein bis 2026
Kreszentia SchachtMainz startet Millionenprojekt: Neue Pipeline unterquert den Rhein bis 2026
Großes Infrastrukturprojekt startet am 11. Mai in Mainz
Am 11. Mai beginnen in Mainz die Arbeiten für ein bedeutendes Infrastrukturvorhaben: Eine neue 220 Meter lange Pipeline wird unter dem Rhein verlegt, um einen beschädigten Abschnitt des bestehenden Systems zu ersetzen. Erstmals setzt der städtische Versorgungsbetrieb Wirtschaftsbetrieb Mainz dabei auf das Verfahren des horizontalen Richtbohrens.
Die aktuelle Leitung ist teilweise beschädigt, und nur provisorische Reparaturen haben den Betrieb bisher aufrechterhalten. Als Lösung wird nun eine neue Versorgungs- und Entsorgungsleitung die Fläche Ingelheimer Aue in der Nähe der Gassnerallee mit dem Kanalsystem am Mombacher Kreisel verbinden. Die Ersatzleitung wird einen Durchmesser von 71 Zentimetern haben und bis zu zehn Meter unter dem Flussbett verlaufen.
Für die Verlegung kommt das horizontale Richtbohren zum Einsatz – ein grabenloses Verfahren, das Störungen im Hafenbecken vermeidet. Zunächst wird ein Pilotbohrloch erstellt, das anschließend auf die benötigte Größe aufgeweitet wird. Abschließend wird durch den erweiterten Kanal ein Schutzrohr gezogen, in dem die neue Leitung liegt. Diese Ummantelung schützt die Pipeline vor Beschädigungen und erleichtert künftige Wartungsarbeiten oder einen Austausch.
Die Bauarbeiten sollen bis Ende August 2026 abgeschlossen sein. Ziel des Projekts ist eine langfristige Lösung für das Abwassersystem der Stadt. Durch den Einsatz der grabenlosen Technologie werden Beeinträchtigungen in der Umgebung auf ein Minimum reduziert. Nach Fertigstellung wird die neue Leitung für einen zuverlässigen Betrieb in den kommenden Jahren sorgen.






