14 March 2026, 12:25

Maria Kolesnikowa erhält Karlspreis für ihren Mut gegen Lukaschenkos Regime

Ein rotes und weißes Kissen mit der Aufschrift "Gerechtigkeit für Belarus" auf einem weißen Hintergrund.

Spätverleihung des Karlspreises an belarussische Oppositionsfigur Kolesnikova - Maria Kolesnikowa erhält Karlspreis für ihren Mut gegen Lukaschenkos Regime

Maria Kolesnikowa, eine zentrale Figur der prodemokratischen Proteste in Belarus im Jahr 2020, ist mit dem renommierten Internationalen Karlspreis ausgezeichnet worden. Die Ehrung wurde ihr am Samstag im Krönungssaal des Aachener Rathauses überreicht. Kolesnikowa, die wegen ihres Widerstands gegen das Regime von Alexander Lukaschenko inhaftiert war, nahm den Preis als Symbol der Solidarität mit Demokratieaktivisten in ganz Europa entgegen.

Kolesnikowa stieg 2020 als Führungsfigur der Massenproteste gegen den langjährigen autoritären Machthaber Belarus', Alexander Lukaschenko, zu internationaler Bekanntheit auf. Ihr Widerstand hatte jedoch einen hohen Preis: Später wurde sie zu elf Jahren Haft in einer Strafkolonie verurteilt. Trotz ihrer Inhaftierung würdigte die Karlspreis-Jury ihren "außergewöhnlichen Mut" im Kampf für demokratische Rechte und freie Wahlen und zeichnete sie mit dem Preis für das Jahr 2022 aus.

Bei der Verleihungszeremonie betonte Armin Laschet, Vorsitzender des Karlspreis-Direktoriums, dass ihre Anwesenheit ein starkes Signal der Unterstützung für alle Kämpfer für Demokratie in Europa sende. Kolesnikowa selbst bezeichnete die Auszeichnung als eine "enorme Ehre" und ein "mächtiges Zeichen der Solidarität" während ihrer Zeit hinter Gittern.

Belarus bleibt weiterhin fest unter der Kontrolle Lukaschenkos, dessen Regime die Unterdrückung von Opposition fortsetzt. Lukaschenko, ein enger Verbündeter des russischen Präsidenten Wladimir Putin, hält sich an der Macht, während er die Bindungen zu Moskau vertieft. Berichten aus dem frühen Jahr 2026 zufolge hält die Repression an – darunter die Einstufung von Menschenrechtsgruppen als extremistisch sowie die Stationierung russischer Atomwaffen auf belarussischem Boden.

Die Auszeichnung Kolesnikowas fällt in eine Zeit, in der die belarussische Opposition unerbittlichem Druck ausgesetzt ist. Ihr Fall verdeutlicht die Herausforderungen für exiliierte Aktivisten angesichts der Spannungen zwischen Russland und der EU. Gleichzeitig versucht Lukaschenkos Regierung, eine teilweise Annäherung an den Westen mit der Festigung des Bündnisses mit Moskau in Einklang zu bringen.

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