Mecklenburg-Vorpommern kämpft gegen AfD-Blockade vor Landtagswahl
Mecklenburg-Vorpommern bereitet sich auf eine entscheidende Landtagswahl in weniger als fünf Monaten vor. Die Abgeordneten eilen nun, um zu verhindern, dass die rechtsextreme AfD im September genug Macht erhält, um Schlüsselinstitutionen blockieren zu können, falls sie einen großen Anteil der Sitze erringt.
Der Landtag wird nächste Woche über einen Gesetzentwurf beraten, der eine Änderung der Landesverfassung vorsieht. Die geplante Reform soll verhindern, dass die AfD das Landesverfassungsgericht lahmlegt, falls sie mehr als ein Drittel der Mandate gewinnt. Nach geltendem Recht ist für solche Änderungen eine Zweidrittelmehrheit erforderlich.
SPD, Linke und Grüne sind auf die Unterstützung der CDU angewiesen, um die Reform durchzusetzen. Bisher verweigert die CDU jedoch ihre Zustimmung. Umfragen zeigen, dass die AfD in der Wählergunst auf 34 Prozent gefallen ist – ein Rückgang von 40 Prozent vor sechs Monaten. Selbst mit diesem Verlust könnte die Partei bei der Wahl dennoch stärkste Kraft werden.
Sollte die AfD mehr als ein Drittel der Sitze erringen, könnte sie die parlamentarische Arbeit stören und die Rechtsstaatlichkeit untergraben. Die bevorstehende Abstimmung setzt die Regierung unter Druck, vor der Wahl zu handeln.
Ohne die Unterstützung der CDU bleibt die Zukunft der Verfassungsänderung ungewiss. Falls die AfD im September an Einfluss gewinnt, könnte sie das politische Kräfteverhältnis im Land grundlegend verändern. Das Ergebnis der Debatte nächste Woche wird entscheiden, ob die geplanten Schutzmaßnahmen vorankommen.






