Musikalische Farce in Nischni Nowgorod feiert furioses Finale mit Zwei Hasen jagen
Hans-Theo BaumMusikalische Farce in Nischni Nowgorod feiert furioses Finale mit Zwei Hasen jagen
Das Komediya-Theater in Nischni Nowgorod beendet seine Spielzeit mit einer temperamentvollen musikalischen Farce: Zwei Hasen jagen
Diese lebendige Produktion neu interpretiert einen klassischen Stoff und verbindet schrullige Komik mit scharfem Witz. Unter der Regie von Anna Feketa entführt das Stück das Publikum ins Odessa der 1920er-Jahre und bietet eine frische Perspektive auf Liebe, Täuschung und Selbsterkenntnis.
Im Mittelpunkt der Handlung steht Pronja, ein naives Mädchen aus einer wohlhabenden jüdischen Familie, gespielt von Polina Loboda. Anfangs eine provinzielle Träumerin, die sich in große Romanzen flüchtet, entdeckt sie im Laufe ihrer Reise eine tiefere Wahrheit: Glück liegt nicht in der Illusion, sondern im Annehmen der Realität.
Die Handlung dreht sich um den schlauen Schurken Swirid Petrowitsch Golochwastow, verkörpert von Maksim Michaljow. In eine lieblose Ehe gezwungen, stürzt er mit seinen Intrigen alles ins Chaos – während die einzige Stimme der Vernunft von der Magd Chimka kommt, gespielt von Olga Konowalowa. Die Inszenierung vermeidet Klischees, indem sie sich von der bekannten sowjetischen Verfilmung löst, und präsentiert stattdessen ein eigenständiges Werk mit einer modernen Wendung im Finale.
Feketa, die sowohl Regie führt als auch die Choreografie verantwortet, hat den Schauplatz von Kiew in die lebhafte Hafenstadt Odessa verlegt. Die turbulenten 1920er-Jahre verleihen der Farce zusätzliche Energie und unterstreichen ihren Charakter als kühne Neuerfindung des Genres. Mit überzeichneten Figuren und schnellem Wortwitz verspricht das Stück Lacher und Überraschungen in jeder Szene.
Zwei Hasen jagen ist für Zuschauer ab 16 Jahren empfohlen. Die letzte Vorstellung findet am 2. Juli statt und beschließt damit die Spielzeit des Komediya-Theaters.
Die Produktion wirft einen frischen Blick auf eine bekannte Geschichte und verbindet Musik, Humor und ein überarbeitetes Ende. Das Publikum darf sich auf einen unterhaltsamen Abend freuen, der die traditionelle Farce herausfordert, ohne ihren spielerischen Kern zu verlieren. Die letzte Aufführung am 2. Juli bildet den Abschluss der aktuellen Spielzeit des Komediya-Theaters.






