"Neue Generation" will Demokratie in Deutschland mit Bürgerparlamenten revolutionieren
Gabi Kranz"Neue Generation" will Demokratie in Deutschland mit Bürgerparlamenten revolutionieren
Neue Bewegung "Neue Generation" fordert mehr direkte Demokratie in Deutschland
Die neue politische Bewegung Neue Generation setzt sich für mehr direkte Demokratie in Deutschland ein. Die Gruppe, die an die inzwischen aufgelöste Letzte Generation anknüpft, veranstaltete kürzlich in Halle ein lokales "Bürgerparlament", um Bildungsfragen zu diskutieren. Ihr übergeordnetes Ziel ist es, das, was sie als "Lobbyisten-Parlament" in Berlin bezeichnet, durch ein alternatives Modell für öffentliche Debatten herauszufordern.
Über 60 Teilnehmer im Alter von einem bis 66 Jahren kamen zusammen, um über die Zukunft der Bildung in Halle zu beraten. Gemeinsam erarbeiteten sie konkrete Forderungen und forderten die Stadt auf, Mittel aus dem Sonderhaushalt für Infrastruktur und Klimaneutralität umzuschichten – zugunsten der Schulen. Zudem sicherte sich die Gruppe ein Treffen mit Katharina Brederlow, der Bildungsdezernentin Halles, um ihre Vorschläge vorzustellen.
Die Neue Generation kritisiert, dass die aktuellen politischen Systeme zu stark von Lobbyisten beeinflusst werden. Stattdessen plädiert sie dafür, partizipative Modelle zu einem festen Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens zu machen. Die Bewegung ist überzeugt, dass eine bessere Abstimmung zwischen Kommunalvertretungen und Interessenvertretern zu stärkeren und wirksameren Politiken führen könnte.
Die Initiative will sich bundesweit ausweiten und veranstaltet vom 17. bis 19. April 2026 ihr erstes digitales "Offenes Bürgerparlament". Im Mittelpunkt steht dabei die Frage: "Wie nah sind wir dem Faschismus?" Die Organisatoren betonen, dass es darum gehe, ehrliche Diskussionen zu fördern und trotz unterschiedlicher Meinungen gemeinsame Lösungsansätze zu finden.
Das Bürgerparlament in Halle markiert den Auftakt der Bemühungen der Neuen Generation, die demokratische Teilhabe neu zu gestalten. Die lokalen Forderungen zur Bildungsfinanzierung werden nun direkt an die Stadtverantwortlichen herangetragen. Gleichzeitig zeigt die Planung der bundesweiten Versammlung 2026 den Ehrgeiz der Bewegung, dauerhafte Räume für öffentliche Debatten jenseits der traditionellen Politik zu schaffen.






