10 May 2026, 16:21

Neue Gesetze sollen Kinder vor gewalttätigen Eltern besser schützen

Plakat mit der Aufschrift "Executive Orders Protecting Reproductive Rights" und einer Grafik einer Person mit ausgestreckten Armen, umrahmt von einem schwarzen Rand auf einem weißen Hintergrund.

Neue Gesetze sollen Kinder vor gewalttätigen Eltern besser schützen

Bundesjustizministerium plant neue Gesetze zum Schutz von Kindern vor gewalttätigen Eltern

Das deutsche Bundesjustizministerium bereitet rechtliche Neuregelungen vor, um Kinder besser vor misshandeln­den Elternteilen zu schützen. Nach dem Entwurf könnten Familiengerichte gewalttätigen Eltern den Umgang mit ihren Kindern untersagen – selbst wenn sich die Gewalt gegen den anderen Elternteil richtete. Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) betont, dass solche Maßnahmen notwendig seien, um Opfer häuslicher Gewalt zu schützen.

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Die geplante Reform würde Richtern die Möglichkeit geben, zeitweilige oder dauerhafte Kontaktverbote gegen gewalttätige Eltern auszusprechen. Diese Einschränkungen kämen zum Tragen, wenn die Gewalt die körperliche Unversehrtheit des Opfers bedroht und ein Verbot erforderlich ist, um weitere Schädigungen zu verhindern. Die Gerichte müssten jeden Fall einzeln prüfen und dabei Schwere, Häufigkeit sowie das Risiko erneuter Übergriffe abwägen.

Je nach Lage könnten auch weniger weitreichende Maßnahmen wie begleitete Umgangsrechte angeordnet werden. Das Ministerium stellt klar, dass es keine pauschalen Verbote geben werde. Stattdessen sollen Entscheidungen auf Grundlage detaillierter Bewertungen der Gewalt und ihrer Folgen getroffen werden.

Der Vorschlag ist Teil einer umfassenden Aktualisierung des Familienrechts. Ziel ist es, häusliche Gewalt in Sorge- und Umgangsrechtsverfahren angemessen zu berücksichtigen. Selbst wenn Kinder nicht unmittelbar betroffen sind, erkennt das Ministerium an, dass die Konfrontation mit familiärer Gewalt tiefe psychische Belastungen verursacht.

Bei einer Verabschiedung der Änderungen könnten Gerichte in Fällen von häuslicher Gewalt künftig wirksamer eingreifen. Richter erhielten klarere rechtliche Instrumente, um den Kontakt zwischen gewalttätigen Eltern und ihren Kindern einzuschränken. Die Reform zielt darauf ab, den Schutz der Opfer zu priorisieren, ohne die notwendige Einzelfallprüfung aufzugeben.

Quelle