07 June 2026, 18:21

NKR fordert einfachere Bauvorschriften gegen Wohnungsnot und hohe Kosten

Normenkontrollrat fordert Begrenzung von DIN-Standards im Wohnungsbau

NKR fordert einfachere Bauvorschriften gegen Wohnungsnot und hohe Kosten

Der Nationale Normenkontrollrat (NKR) Deutschlands setzt sich für vereinfachte Bauvorschriften ein, um die Kosten zu senken und die Wohnungsnot zu lindern. Die Vorschläge kommen zu einem Zeitpunkt, at dem die Bundesregierung im Rahmen des Gebäudetyp-E-Gesetzes neue Regelungen vorbereitet. Behördenvertreter betonen, dass die Änderungen den Bauprozess beschleunigen und bezahlbarer machen könnten.

Der NKR schlägt vor, dass Bauherren künftig zwischen drei Baustandards wählen können: Basis, Mittelklasse oder Premium. Standardmäßig würde ein „Basisausführungsstandard“ gelten, sofern keine höheren Anforderungen gewählt werden. Mit diesem Ansatz sollen unnötige technische Vorgaben für Wohnprojekte abgebaut werden.

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Zudem empfiehlt der Rat, bestimmte DIN-zertifizierte Verfahren zu reduzieren. NKR-Präsident Lutz Goebel besteht darauf, dass jede Bauanforderung überprüft werden müsse, um übermäßige Belastungen abzuschaffen. Diese Vorschläge folgen auf steigende Baukosten und einen Mangel an verfügbarem Wohnraum.

Zuvor hatten Bauministerin Verena Hubertz und Justizministerin Stefanie Hubig die zentralen Punkte für den Gebäudetyp-E-Vertrag skizziert. Das Justizministerium plant nun, in den kommenden Monaten einen Gesetzesentwurf vorzulegen. Der NKR wird die Regierung während dieses Prozesses fachlich beraten.

Falls die Reformen umgesetzt werden, könnten sie die Baukosten senken und den Wohnungsbau beschleunigen. Die Vorschläge des NKR zielen auf praktische Anpassungen ab, statt auf grundlegende Veränderungen. Die endgültige Ausgestaltung des Gebäudetyp-E-Gesetzes hängt vom anstehenden Entwurf ab.

Quelle