07 June 2026, 06:22

Organspenden steigen – doch Tausende warten weiterhin auf Rettung

Berliner haben bisher in diesem Jahr mehr Organe gespendet

Organspenden steigen – doch Tausende warten weiterhin auf Rettung

Deutschland verzeichnet Anstieg bei Organspenden – doch die Nachfrage bleibt weit höher als das Angebot

Zwischen Januar und Mai 2026 stieg die Zahl der Organspenden bundesweit um 12 Prozent auf 1.405 Fälle. Trotz dieses Fortschritts warten jedoch Tausende Patientinnen und Patienten weiterhin auf ein Spenderorgan, was die Forderungen nach einer Reform des Transplantationsrechts verstärkt.

Berlin meldet deutlichen Anstieg bei Organspenden In der Hauptstadt wurden in den ersten fünf Monaten dieses Jahres 73 Organspenden registriert – fast doppelt so viele wie im gleichen Zeitraum 2025, als es 39 Fälle gab. Dennoch harren in Berlin weiterhin über 400 Menschen auf ein Spenderorgan, obwohl 2026 bereits fast 140 Transplantationen durchgeführt wurden.

Bundesweiter Trend: Spendenmangel bleibt dramatisch Auch im gesamtdeutschen Vergleich zeigt sich ein ähnliches Bild: 2025 erhielten nur 3.150 Patientinnen und Patienten ein Spenderorgan, während rund 8.200 auf der Warteliste blieben. Der anhaltende Mangel hat eine Debatte über eine Änderung des Transplantationsgesetzes ausgelöst.

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Bundesregierung prüft Widerspruchslösung – Umsetzung ab 2030 möglich Die Regierung erwägt nun die Einführung eines Opt-out-Systems, das voraussichtlich ab 2030 gelten könnte. Dabei würden alle volljährigen Bürgerinnen und Bürger automatisch als Organspender registriert, sofern sie nicht aktiv widersprechen. Der Vorschlag stößt jedoch auf Kritik: Einige Politiker warnen vor ethischen Bedenken.

Ziel der Reform: Höhere Spendenbereitschaft durch geändertes System Die geplante Neuregelung soll die Spendenraten durch den Wechsel zur Widerspruchslösung erhöhen. Sollte das Vorhaben umgesetzt werden, wäre dies ein grundlegender Wandel in der deutschen Transplantationspolitik. Bis dahin bleibt die Zahl der verfügbaren Organe jedoch deutlich hinter dem Bedarf zurück.

Quelle