08 June 2026, 02:19

"POLDI" zeigt Podolski als Familienmensch zwischen Ruhm und Abschied

Ein Profi mit persönlichem Touch

"POLDI" zeigt Podolski als Familienmensch zwischen Ruhm und Abschied

„POLDI“ – Ein persönlicher Blick auf Lukas Podolski abseits des Platzes

Ein neuer Dokumentarfilm mit dem Titel POLDI wirft einen intimen Blick auf Lukas Podolski – nicht nur als Fußballer, sondern als Sohn, Bruder, Ehemann, Vater und Unternehmer. Gleichzeitig zeigt er die Herausforderungen eines alternden Sportlers. Mit einer lockeren, unprätentiösen Inszenierung vermeidet der Film die übliche Heldenverehrung, die viele Sportdokumentationen prägt.

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Die Produktion zeichnet Podolskis Weg von bescheidenen Anfängen bis zum professionellen Erfolg nach. Im Mittelpunkt stehen dabei seine engen familiären Bindungen: Seine Mutter, sein Vater und weitere Angehörige kommen zu Wort und verdeutlichen, welches Netzwerk seinen Werdegang getragen hat.

Während der Film seine Eheprobleme zwar kurz anspricht, vertieft er sie nicht. Stattdessen rückt er Podolskis unerschütterliche Leidenschaft für den Fußball in den Fokus – selbst während er sich parallel als Unternehmer betätigt. Sein berühmter Leitspruch „Et kütt, wie et kütt“ („Es wird schon irgendwie werden“) zieht sich wie ein roter Faden durch die Handlung und spiegelt seine entspannte Grundhaltung wider.

Ein zentrales Thema ist Podolskis Scheu vor dem Karriereende. Der Fußball hat sein Leben geprägt, doch die Dokumentation lässt seine Zukunft offen. Sie stellt die Frage, was kommt – ohne einfache Antworten zu liefern.

Der Ton bleibt unterhaltsam und bodenständig. Anders als viele Sportfilme malt POLDI seinen Protagonisten nicht als makellosen Helden, sondern als sympathischen, ambivalenten Menschen, der zwischen Ruhm, Familie und der Angst vor dem Abschied vom Fußball balanciert.

Am Ende hinterlässt der Film ein Stimmungsbild von Podolski an einem Scheideweg: Ein Mann, der dem Fußball nach wie vor tief verbunden ist, aber zugleich die Realität des Rückzugs vor Augen hat. Die offene Erzählweise des Films spiegelt dabei die Ungewissheit wider, die vor ihm liegt.

Quelle